EU-Finanzhilfen - Kommission startet Konsultation
EU-Mittel zu beantragen, ist vielen Unternehmen, NGOs und Einrichtungen ein Graus. Die Verfahren gelten als langwierig und kompliziert. Die Kommission achtet penibel auf die korrekte Mittelverwendung - aus Angst vor Verschwendung und Korruption. In Zukunft soll es unbürokratischer zugehen. Gesucht werden Tipps und Ideen.
EU-Mittel zu beantragen, ist vielen Unternehmen, NGOs und Einrichtungen ein Graus. Die Verfahren gelten als langwierig und kompliziert. Die Kommission achtet penibel auf die korrekte Mittelverwendung – aus Angst vor Verschwendung und Korruption. In Zukunft soll es unbürokratischer zugehen. Gesucht werden Tipps und Ideen.
Die EU-Kommission startet eine öffentliche Konsultation zur Überarbeitung der Finanzvorschriften für EU-finanzierte Programme. Das Ziel: Vergabevorschriften für Finanzhilfen sollen offen diskutiert und verbessert werden. "Meiner Ansicht nach können die Finanzvorschriften benutzerfreundlicher und straffer werden, und zwar ohne negative Auswirkungen für den Steuerzahler", erklärte EU-Haushaltskommissar Algirdas Šemetas. Die Konsultation endet am 18. Dezember 2009.
Interessierte Kreise, speziell Empfänger und Verwalter von EU-Hilfen, sind aufgerufen, ihre Erfahrungen in den Prozess einzubringen. Im Kern geht es um zwei Fragen: Wie lassen sich der Zugang zu Hilfen erleichtern und die laufende Finanzierung verwaltungstechnisch vereinfachen?
Die Konsultation stellt eine Reihe von Elementen zur Debatte, um die Prozesse zu entschlacken – von den Betriebskostenzuschüssen über die Ko-, Vor- und Kaskadenfinanzierung bis zu den Pauschalbeträgen.
Die Ergebnisse der Konsultation sollen in neue Bestimmungen ab Mitte 2010 einfließen. Auch für die neue Generation von EU-Programmen ab 2014 könnten sie von Bedeutung sein.
awr
Links
EU-Kommission: Erklärung zur Konsultation über EU-Finanzhilfen (19. Oktober 2009)
EU-Kommission: Konsultationspapier zu EU-Finanzhilfen (19. Oktober 2009)
EU-Kommission: Übersicht zu allen laufenden Konsultationen