EU-Kommission will Ausweitung des Investitionsfonds
Die EU-Kommission will den europäischen Investitionsfonds bis Ende 2020 verlängern und damit Projekte von mindestens 500 Milliarden Euro finanzieren.
Die EU-Kommission will den europäischen Investitionsfonds bis Ende 2020 verlängern und damit Projekte von mindestens 500 Milliarden Euro finanzieren.
Der im vergangenen Jahr gegründete Fonds habe bereits Investitionen von 154 Milliarden Euro ermöglicht und dabei fast 380.000 kleine und mittlere Unternehmen unterstützt, sagte der Vize-Präsident der EU-Kommission, Jyrki Katainen, am Dienstag in Brüssel. Er forderte das EU-Parlament und die Mitgliedstaaten auf, schnell über die Ausweitung des
Fonds zu entscheiden.
Der Europäische Fonds für strategische Investitionen (EFSI) soll bisher Investitionen von bis zu 315 Milliarden Euro auslösen und damit die Konjunktur in Europa ankurbeln. Erklärtes Ziel von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker ist es, bis 2018 zwischen einer und 1,3 Millionen neue Arbeitsplätze zu schaffen.
Der Fonds arbeitet bei der Finanzierung mit Garantien aus dem EU-Haushalt und Mitteln der Europäischen Investitionsbank (EIB) in Höhe von insgesamt 21 Milliarden Euro. Die Gelder sollen private Investoren dazu bewegen, ein Vielfaches für Wirtschaftsprojekte bereit zu stellen.
Katainen zeigte sich zuversichtlich, dass die Ausweitung des Fonds bis Ende Mai 2017 durch Mitgliedstaaten und EU-Parlament beschlossen werden könne.
Ursprünglich wollte die Kommission das Investitionsvolumen auf mehr als 600 Milliarden Euro verdoppeln. Katainen verwies nun auf die bis 2020 laufende EU-Haushaltsperiode, die Planungen darüber hinaus nicht möglich mache.