EU-Koordinator Busek hält Unabhängigkeit des Kosovo für unumgänglich [DE]
Der EU-Sonderkoordinator für den Stabilitätspakt Südosteuropa, Erhard Busek, geht davon aus, dass der Kosovo über kurz oder lang die Unabhängigkeit erlangen wird.
Der EU-Sonderkoordinator für den Stabilitätspakt Südosteuropa, Erhard Busek, geht davon aus, dass der Kosovo über kurz oder lang die Unabhängigkeit erlangen wird.
Am Montag (24. Juli 2006) trafen die Führungskräfte des Kosovo und Serbiens erstmals seit 1999 in Wien zusammen, um über den Status des Kosovo zu diskutieren. Der deutschen Tageszeitung Der Tagesspiegel sagte Busek, EU-Sonderbeauftragter für Südosteuropa, dass die Gespräche früher oder später zur Unabhängigkeit des Kosovo führen würden. „Das ist zwar ein langwieriger Prozess, aber letztendlich wird alles auf die Unabhängigkeit hinauslaufen.“
Auch wenn das hochrangige Treffen der Staats- und Regierungschefs von Serbien und dem Kosovo bisher noch zu keinen konkreten Ergebnissen geführt hat, bezeichnet Busek das Treffen an sich bereits als einen Erfolg.
In einem anderen Interview sagte Busek, dass die Kosovo-Albaner die Unabhängigkeit bereits als gegeben ansehen würden, weshalb das Beharren der Serben auf einen reinen Autonomiestatus des Kosovos unrealistisch erscheint.
Der US-Abgesandte Frank Wisner forderte Serbien auf während der Verhandlungen über die Zukunft des Kosovo flexibler sein. Belgrad sollte in den Verhandlungen eine konstruktive Rolle übernehmen, damit ein friedfertiger, demokratischer Kosovo entstehen kann, der die Rechte aller seiner Bürger schützt, heißt es in einer Erklärung einer US-Botschaft.