EU-Länder billigen Visaliberalisierung für Kosovo
Die 27 EU-Minister der Mitgliedstaaten haben am Donnerstag im Rat für innere Angelegenheiten in Brüssel eine Visaliberalisierung für Bürger des Kosovo gebilligt, die spätestens am 1. Januar 2024 in Kraft treten soll.
Die 27 EU-Minister der Mitgliedstaaten haben am Donnerstag im Rat für innere Angelegenheiten in Brüssel eine Visaliberalisierung für Bürger des Kosovo gebilligt, die spätestens am 1. Januar 2024 in Kraft treten soll.
Der Kosovo war das letzte Land in der Region, das noch immer ein Visum für die Einreise in die Europäische Union benötigte. Für Menschen im Land, die in der EU arbeiten, studieren, Urlaub machen oder Familienangehörige besuchen wollten, bedeutete dies erhebliche Hindernisse.
Nach einem jahrelangen Prozess schlug die Kommission nun vor, die Visumspflicht aufzuheben, um sicherzustellen, dass für die gesamte westliche Balkanregion dieselben Visaregeln gelten.
„Der Kosovo hat große Anstrengungen unternommen, um seine Sicherheit und sein Migrationsmanagement zu verbessern und seine Visapolitik an die der EU anzugleichen“, erklärte die schwedische Ministerin für Migration, Maria Malmer Stenergard. „Wir hoffen, dass unsere Zusammenarbeit in diesen Bereichen weiterhin fruchtbar sein wird.“
Gemäß dem Beschluss der Minister können die Bürger des Kosovo künftig visumfrei reisen, wenn das Europäische Reisegenehmigungs- und Überprüfungssystem (EITAS) spätestens Anfang 2024 voll funktionsfähig ist.
Nach den neuen Vorschriften können Inhaber eines kosovarischen Reisepasses für einen Aufenthalt von 90 Tagen innerhalb eines Zeitraums von 180 Tagen ohne Visum in die EU reisen. Die Regelung muss noch vom Europäischen Parlament verabschiedet werden, bevor sie offiziell wird.
Derweil richten sich alle Augen neben dem Kosovor auch auf Serbien, da der EU-Beauftragte Miroslav Lajcak diese Woche die Hauptstädte beider Länder besuchen wird, wenige Tage vor einem Treffen in Ohrid, Nordmazedonien, bei dem der nächste Schritt zur Normalisierung der Beziehungen zwischen den beiden Nachbarn erfolgen soll.
Lajcak wird sich zwei Tage lang in Pristina aufhalten und voraussichtlich intensive Gespräche mit politischen Vertretern, einschließlich der Opposition, führen, um das Treffen in Ohrid am 18. März vorzubereiten.