EU-Regierungen warnen vor Google Books [DE]
Die EU-Länder möchten, dass die Europäische Kommission, in Anbetracht der Tatsache, dass es der europäischen Verlegerbranche schaden könnte, die wirtschaftlichen Auswirkungen von Googles Buchprojekt untersucht. Dies wurde am Dienstag bekannt gegeben (26. Mai 2009).
Die EU-Länder möchten, dass die Europäische Kommission, in Anbetracht der Tatsache, dass es der europäischen Verlegerbranche schaden könnte, die wirtschaftlichen Auswirkungen von Googles Buchprojekt untersucht. Dies wurde am Dienstag bekannt gegeben (26. Mai 2009).
Die EU Minister für Wettbewerb treffen morgen und Freitag (28. bis 29. Mai 2009) zusammen, und werden die Kommission darum beten, eine Untersuchung zu starten um die Auswirkungen des Projektes auf die europäischen Autoren zu erforschen.
Die Entwicklung kommt, nachdem eine weitere Quelle ihre Sorge ausgedrückt hat, dass Google Books nicht wirklich die europäische Gesetzgebung respektiert sowie den Schutz der Autorenrechte.
Mehrere Mitgliedstaaten werden ihre Sorge darüber äußern, dass während dem frühe unternommen werden sollen, welche Schritte zu unternehmen sind, so die Quelle.
Die Mitgliedsstaaten sind sich im Klaren über die Wichtigkeit des Problems mit Google Book Search, aber es müsse eine Balance gefunden werden, zwischen der Unterstützung einer “guten Initiative”, der den Zugang für Bürger zu kulturellem und forschungsrelevantem Material verbessere und auf der anderen Seite, den Schutz von geistigem Eigentum, so die Quelle.
Deutschland hatte ursprünglich auf einem Treffen der EU-Kulturminister früher im Monat Alarm über die Auswirkungen von Google Books auf die europäischen Eigentümer von Urheberrechten geschlagen, so AFP weiter. Der Schritt wurde von Frankreich unterstützt und führte letztendlich zu der Entscheidung sie diese Woche im Wettbewerbsrat zu diskutieren.
Regierungen sind bereit zu handeln.
Die Hoffnung äußernd, dass die EU-Kommission damit übereinstimmen würde, das Problem mit Google Earth anzusprechen, sagte eine diplomatische Quelle aus einem der größten Mitgliedsstaaten der EU, dass die Regierungen nicht zögern würden allein zu handeln, wenn die Kommission dies nicht tun würde. Man könne dies nicht geschehen lassen, so die Quelle weiter.
Der Diplomat rief die Kommission dazu auf, in die rechtlichen und wirtschaftlichen Auswirkungen des Google Books- Projektes zu untersuchen und schlug vor, dass die europäischen Behörden auch die Zusammenarbeit mit der US-Regierung in betracht ziehen sollte.
Allerdings sagte die tschechische Ratspräsidentschaft, dass es extrem verfrüht wäre zu sagen, ob gemeinsame juristische Vorgehensweisen ein wirklich zukunftsfähiges Konzept seien.
US-Einigung unter Kritik
Letztes Jahr einigte sich Google in einem lehrbuchreifen Verfahren mit Verlegern und Autoren in den USA, die unter anderem vorsieht, dass das Unternehmen einen „Buchrechteregister“ erstellt, um sicher zu gehen, das die Halter von Rechten für digitalisierte Werke entschädigt werden. Die daran beteiligten Parteien haben bis September 2009 Zeit Einspruch zu erheben.
Die Fachzeitschrift “Publishers Weekly” berichtete, dass sich Gegenstimmen zu der US-Einigung formieren würden und das Verleger und Autoren beginnen würden zu realisieren welch ein enormes Glückspiel sie getrieben haben und das Regierungsintervention als ein potentiell bedeutendes Hindernis droht.
Die Entwicklungen in Europa betreffend, sagte Google, dass es den Willen zu einem „konstruktiven Dialog“ mit den europäischen Urheberechthalten gab und deutete an, dass die Entscheidung in den USA im letzten Jahr den Zugang zu Millionen von Büchern ermöglicht habe und gleichzeitig einen neuen Markt für Autoren geschaffen habe.