EU-Wachstumsprognose - schlechtere Aussichten für Großbritannien
Die Länder der Eurozone werden in diesem Jahr mit 2,2 Prozent voraussichtlich ihr stärkstes Wachstum seit zehn Jahren verzeichnen.
Die Länder der Eurozone werden in diesem Jahr mit 2,2 Prozent voraussichtlich ihr stärkstes Wachstum seit zehn Jahren verzeichnen.
Die EU-Kommission erhöhte ihre Prognose vom Frühjahr damit kräftig, wie sie in Brüssel mitteilte. Damals war sie von einem Plus von 1,7 Prozent ausgegangen. Für Großbritannien dagegen schraubte die Kommission die Erwartungen herunter.
„Die EU-Wirtschaft entwickelt sich insgesamt gut. Wirtschaft und Beschäftigung wachsen robust, die Investitionen ziehen an und die öffentlichen Defizite und Schuldenstände gehen allmählich zurück“, erklärte Valdis Dombrovskis, Vizepräsident der Kommission. Allerdings gebe es erhebliche Unterschiede zwischen den Mitgliedstaaten.
Auch wies die Kommission darauf hin, dass in vielen Ländern weiterhin eine „starke Unterauslastung am Arbeitsmarkt herrscht und die Löhne ungewöhnlich langsam steigen.“ Für das kommende Jahr erwartet die Kommission ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in den Ländern der Eurozoe von 2,1 Prozent.
In der gesamten EU soll das Wirtschaftswachstum der Prognose zufolge mit 2,3 Prozent ebenfalls höher ausfallen als im Frühjahr geschätzt (1,9 Prozent). Maßgeblich für die verbesserten Aussichten seien ein robuster privater Konsum, höheres Wachstum der Weltwirtschaft und sinkende Arbeitslosigkeit in den Mitgliedsländern, erklärte die Kommission. 2018 rechnet sie mit einem Plus von 2,1 Prozent.
Die Unsicherheit über die Folgen des Brexit machen der Kommission zufolge dem Vereinigten Königreich mehr zu schaffen als den restlichen Mitgliedsstaaten: Ihre Erwartungen für Großbritannien korrigierte sie von 1,8 auf 1,5 Prozent Wachstum herunter.