EU will mehr Transparenz bei multinationalen Unternehmen

Das EU-Parlament stimmt über das Gesetz gegen Steuervermeidung durch Unternehmen ab.

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"Dies wird sicherstellen, dass Betrüger, das organisierte Verbrechen und Terroristen keinen Raum mehr für die Legitimierung ihrer Erlöse durch das Finanzsystem haben werden", sagte der belgische Finanzminister Vincent Van Peteghem, dessen Land die rotierende EU-Ratspräsidentschaft innehat, in einer Erklärung. [<a href="https://www.flickr.com/photos/59937401@N07/5857336815/in/photolist-9VAoaM-7Sho3D-dSCch7-riqDsL-rgEroM-S1tNaL-9VAmAB-iSJrhM-phbmfo-e8C8V2-ehLS2P-dt84Fo-boZ7FK-qsRL8Z-9Wfiui-cYUMtq-9VDebQ-d5T4ju-9VDh7N-qbqa1z-qqzAEf-bDNHus-qbqame-qbqa6e-qbrFeX-9nBqhg-o8Dfuc-8wfv3d-dSh77r-LVyVK5-m8Yc4T-5koRnU-dVhGE7-dSCd4W-ac55u-gXi2Q2-dSCerw-LKHvG7-gXh3Bs-nB45bb-9VAqRa-4fEEuA-o1Bkfo-51m5hv-3rry4A-2FS3k-dHu6PV-qYPJAD-dVru3s-gXhTxk" target="_blank" rel="noopener">[Images Money/Flickr]</a>]

Multinationale Unternehmen in der EU sollen künftig verpflichtet werden, ihre Gewinne in den einzelnen Mitgliedsstaaten offenzulegen.

Außerdem sollen sie angeben müssen, wie viel Steuern sie in welchem Land zahlen. Darauf zielt ein Richtlinienentwurf ab, über den das Europaparlament am Dienstag in erster Lesung abstimmt. Die geplante Neuregelung soll beim Kampf gegen Steuervermeidung helfen.

Nach Berechnungen der Brüsseler Kommission gehen in der EU jährlich zwischen 50 und 70 Milliarden Euro verloren, weil Großunternehmen mit immer komplizierteren und undurchsichtigen Methoden Steuervermeidung betreiben.

Im Parlament wird mit einem knappen Votum gerechnet: Vertreter der Linken und Grünen werfen den Konservativen und Liberalen vor, sie wollten zahlreiche Schlupflöcher schaffen. Nach der Abstimmung sollen die Verhandlungen zwischen Mitgliedsstaaten, EU-Kommission und dem Europaparlament beginnen.