Europäische Unternehmen trotz weiteren Reformbedarfs optimistisch [DE]
Die Stimmung bei dem am 15. und 16. März 2007 zum fünften Mal stattfindenden European Business Summit, wird hinsichtlich der Fortschritte im Rahmen der Lissabon-Strategie optimistisch sein. Andererseits sind die Geschäftsführer europäischer Unternehmen im Hinblick auf künftige Erweiterungen zunehmend skeptisch.
Die Stimmung bei dem am 15. und 16. März 2007 zum fünften Mal stattfindenden European Business Summit, wird hinsichtlich der Fortschritte im Rahmen der Lissabon-Strategie optimistisch sein. Andererseits sind die Geschäftsführer europäischer Unternehmen im Hinblick auf künftige Erweiterungen zunehmend skeptisch.
Das Thema des bevorstehenden fünften European Business Summit heißt „Reform to perform: Europe is our Business“ (Reform für Leistung: Europa ist unser Geschäft). Die diesjährige „Davos-Alternative“ wird vom Belgischen Unternehmensverband (VBO-FEB) und dem Dachverband der europäischen Unternehmensverbände, Business Europe (ehemals UNICE) organisiert. In vier hochrangigen Plenarsitzungen und 12 Workshops werden europäische Unternehmensführer die Möglichkeit haben, Kontakte zu knüpfen und über einige der wichtigsten EU-Politiken (Wissenschaft und Forschung, Innovation, CSR, Demographie, Energie, bessere Rechtsetzung, Gesundheit und Unternehmertum) zu diskutieren.
EURACTIV wird als Knowledge-Partner des Events zwei Workshops organisieren (siehe vollständiges Programm).
Bei einer Pressekonferenz am 26. Februar sprachen der Geschäftsführer von VBO/FEB, Rudi Thomaes, und der Generalsekretär von Business Europe, Philippe de Buck, über das Vertrauen ihrer Organisationen in ein starkes geschäftsorientiertes Europa. Beide betonten, dass das diesjährige EBS dazu beitragen werde, eine positive Botschaft zu vermitteln, dass die europäischen Unternehmer ihren Beitrag zu mehr Beschäftigung leisteten. Beide Unternehmensvertreter warnten jedoch davor, den Optimismus zu Selbstgefälligkeit führen zu lassen. Europa müsse das positive Wirtschaftsklima dazu nutzen, weitere Reformen voranzutreiben, betonte De Buck.
Torsten Oltmanns, Global Marketing Direktor der Roland Berger Strategieberatung, stellte die ersten Ergebnisse einer europaweiten Umfrage unter Geschäftsführern vor, die im Hinblick auf das EBS durchgeführt wurde. Die Befragung zeigt, dass die meisten Geschäftsführer der Ansicht sind, dass die EU positive Auswirkungen auf ihre Unternehmen hat, obgleich britische und italienische Geschäftsführer skeptischer sind. Über 45% der europäischen Geschäftsführer sind jedoch der Ansicht, dass weitere Erweiterungsrunden die EU schwächen würden. Eine große Mehrheit der Unternehmensführer will „mehr Europa“, vor allem in den Bereichen nachhaltige Entwicklung, Energie und Klimawandel.
Das fünfte European Business Summit findet am 15. und 16. März 2007 in Brüssel statt.