Europas Kulturerbe soll künftig im Internet verfügbar sein [DE]

Die Kommission arbeitet derzeit daran, dass europäische Bücher, Dokumente, Fotos, Manuskripte und Musik auf Notenblättern gescannt werden, um online verfügbar gemacht zu werden.

Die Kommission arbeitet derzeit daran, dass europäische Bücher, Dokumente, Fotos, Manuskripte und Musik auf Notenblättern gescannt werden, um online verfügbar gemacht zu werden.

Der Schritt folgte auf eine Initiative Frankreichs zur Schaffung eines europäischen Alternativprojekts zu dem von Google begonnenen Projekt, in dessen Rahmen ebenfalls Bücher, die sich in europäischen Bibliotheken befinden, eingescannt werden. Die Kommission steht der französischen Initiative offenbar positiv gegenüber, will jedoch Stakeholder-Beiträge sammeln, bevor sie auf EU-Ebene angenommen wird. Die Kommission hat daher eine Online-Konsultation  eingeleitet, deren Ergebnisse in eine Empfehlung aufgenommen werden sollen, die im Juni 2006 erscheinen soll. Im Jahr 2006 soll auch die EU-Urheberrechtgesetzgebung überprüft werden. 

Als einen ersten Schritt zur Online-Verfügbarkeit von Büchern ermutigt die Kommission die Mitgliedstaaten, die Inhalte ihrer Bibliotheken zu digitalisieren. Der im April 2001 angenommene ‚Aktionsplan von Lund’ klärt in diesem Zusammenhang bereits einige Aspekte. Des Weiteren will die Kommission ein Beratungsorgan (oder „hochrangige Sachverständigengruppe“) zum Thema digitale Bibliotheken ins Leben rufen.

Die Einrichtung digitaler Bibliotheken ist ein Aushängeschild des EU-Programms ‚i2010’. Im Rahmen des 6. Rahmenprogramms für Forschung (RP6) sind 36 Millionen Euro für Forschungszwecke im Bereich Digitalisierung zur Verfügung gestellt worden. Unter dem Nachfolgeprogramm RP7 soll dieser Betrag angehoben werden. Zusätzliche Mittel werden über das Programm ‚eContentplus’ der Generaldirektion Informationsgesellschaft bereitgestellt werden.