Frauen in der EU-Kommission: Schweden nominiert Malmström

Schwedens Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt bestätigte heute die Nominierung von Cecilia Malmström für eine weitere Amtszeit als EU-Kommissarin. Sie ist derzeit für die Generaldirektion Inneres verantwortlich. EURACTIV Brüssel berichtet.

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Cecilia Malmström soll Schweden für eine zweite Amtszeit in der Kommission vertreten. Foto: EC
Cecilia Malmström soll Schweden für eine zweite Amtszeit in der Kommission vertreten. Foto: EC

Schwedens Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt bestätigte heute die Nominierung von Cecilia Malmström für eine weitere Amtszeit als EU-Kommissarin. Sie ist derzeit für die Generaldirektion Inneres verantwortlich. EURACTIV Brüssel berichtet.

„Es ist ein Vergnügen, Cecilia nominieren zu können“, sagte Reinfeldt in einer Mitteilung

Malmström selbst meldete über Twitter, dass sie für eine weitere fünfjährige Amtszeit nominiert wurde.

 

 

Es gab viele Spekulationen darüber, dass der schwedische Außenminister Carl Bildt zum EU-Außenbeauftragten ernannt werden könnte. Er twitterte, dass Malmström ausgezeichnete Arbeit in einem schwierigen Aufgabenbereich geleistet hat und ein Mehrwert für die EU sein werde. 

Die schwedische Kommissarin übernahm in der Kommission Barroso II den Geschäftsbereich Inneres. Er entstand 2009 durch die Aufteilung des ursprünglichen Portfolios, das auch den Bereich Menschenrechte umfasste.  

Vor ihrer Zeit als EU-Kommissarin war die liberale Malmström von 1999-2006 Europaabgeordnete. Von 2006-2010 war sie Europaministerin Schwedens.  

Schweden erklärte unlängst, dass es an einem reinen Menschenrechtsportfolio interessiert sei

Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker muss ein Kommissionsteam bilden. Er will, dass die Regierungen Frauen für die Kommissionsposten nominieren, damit die Geschlechtergleichstellung gewährleistet ist. Im Gegenzug bot er einflussreiche Aufgabenbereiche oder die Vizepräsidentschaft der Kommission an. 

Der Präsident des Europaparlaments, Martin Schulz, sagte, dass die Europaabgeordneten gegen eine Kommission ohne Gleichstellung der Geschlechter ihr Veto einlegen würden. 

Bis jetzt nominierten die Mitgliedsstaaten nur zwei Frauen: Neben Malmström hat Tschechien V?ra Jourová nominiert.