Gesundes für Europas Schüler

Mit Beginn des neuen Schuljahrs läuft auch das EU-Schulprogramm wieder an. 250 Millionen Euro werden in Obst, Gemüse und Milchprodukte investiert, verlautbarte die Kommission.

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Schüler auf dem Schulhof. [<a href="https://www.shutterstock.com/de/g/irina%20lepnyova" target="_blank" rel="noopener">shutterstock/Lepneva Irina</a>]

Mit Beginn des neuen Schuljahrs läuft auch das EU-Schulprogramm wieder an. 250 Millionen Euro werden in Obst, Gemüse und Milchprodukte investiert, verlautbarte die Kommission.

Schließlich geht mit der umfassenden Verfügbarkeit verschiedenster Nahrungsmittel aus aller Welt im Zeitalter der Globalisierung nicht unbedingt eine bessere Ernährung einher, wie zunehmende Fettleibigkeits- oder Diabeteserkrankungen unter Kindern und Jugendlichen zeigen. Industrielle Nahrungsmittel und die Schnelllebigkeit des Alltags tun ihr Übriges.

Dem soll das beliebte EU-Schulprogramm zur Förderung eines gesunden Essverhaltens entgegenwirken. Die Zahl der teilnehmenden Schulen hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. So konnten im vergangenen Schuljahr 30 Millionen Kinder profitieren. Für die einzelnen Mitgliedsstaaten ist die Teilnahme freiwillig. Allerdings haben zuletzt alles 28 Staaten mitgemacht, heißt es in Brüssel.

Dass die Nachfrage steigt bedeutet allerdings keine automatische Budgetsteigerung für das Programm. Die Ausgabenseite ist auf jährlich 250 Millionen Euro begrenzt. So werden auch im Schuljahr 2018/19 150 Millionen Euro für Obst und Gemüse, sowie weitere 100 Millionen Euro für Milch und Milcherzeugnisse bereitgestellt. Aufstockungen aus nationalstaatlichen Mitteln sind ausdrücklich willkommen.

Bei dem Programm geht es laut Kommission nicht nur um die Verteilung gesunder Lebensmittel. Zudem würden zahlreiche pädagogische Maßnahmen durchgeführt. Fast alle Mitgliedstaaten haben demnach Ausschüsse eingesetzt, denen neben Behördenvertretern auch Vertreter der Landwirtschaft, des Gesundheitswesens und des Bildungssektors angehören, die im Laufe des Schuljahres tagen und die Programmdurchführung beaufsichtigen.

Entsprechend hebt auch der zuständige EU-Kommissar Phil Hogan auf die pädagogischen Aspekte ab: „Es ist wichtig zu wissen, wo unsere Lebensmittel herkommen und wie hart gearbeitet wird, um sie zu erzeugen. Dank der EU-Schulprogramme lernen die Kinder nicht nur die Landwirtschaft und die Lebensmittelherstellung kennen, sondern sie verzehren auch Qualitätsprodukte mit hohem Nährwert. Man ist nämlich niemals zu jung, um gutes Essen zu genießen“, sagte er.

Auch für ökologische Aspekte bleibt Raum. So beruhe die Auswahl der zu verteilenden Erzeugnisse auf Erwägungen bezüglich der Gesundheit und Umwelt, der saisonalen und allgemeinen Verfügbarkeit sowie der Vielfalt, während die Mitgliedsstaaten zudem die Möglichkeit haben, den Schwerpunkt auf lokale oder regionale Ankäufe, ökologische Erzeugnisse, kurze Versorgungsketten, ökologischen Nutzen oder Qualitätsregelungen für Agrarerzeugnisse legen.

Eine Runde Sache also. Damit ein größerer Teil der über 100 Millionen minderjährigen EU-Bürger davon profitieren kann, wäre allerdings eine Steigerung im nächsten EU-Haushalt notwendig.