Homeoffice in Belgien doppelt so beliebt wie vor vier Jahren
Die Arbeit aus dem Homeoffice nimmt in Belgien zu und wirkt sich auf die Mobilitätsgewohnheiten aus, erklärte der FÖD Mobilität und Transportwesen am Montag.
Die Arbeit aus dem Homeoffice nimmt in Belgien zu und wirkt sich auf die Mobilitätsgewohnheiten aus, erklärte der FÖD Mobilität und Transportwesen am Montag.
Die Mitteilung des Verbands stützt sich auf eine Umfrage unter 1.250 belgischen Arbeitnehmer:innen zwischen Juni und Juli dieses Jahres.
Innerhalb von vier Jahren hat sich der Anteil der im Homeoffice Tätigen mehr als verdoppelt. Im Jahr 2018 arbeiteten 17 Prozent der Belgier mindestens einen Tag pro Woche von zu Hause aus, heute sind es fast ein Drittel. Dieser Trend sei vor allem auf die Corona-Maßnahmen zurückzuführen, heißt es in der Mitteilung.
Besonders beliebt ist das Homeoffice in Brüssel: 43 Prozent der Befragten arbeiten dort mindestens einmal pro Woche von zu Hause aus, im Vergleich zu 28 Prozent in Wallonien und 33 Prozent in Flandern.
In Bezug auf die Mobilität stellt die Umfrage fest, dass im Jahr 2022 dank der Telearbeit 35 Millionen Kilometer pro Tag vermieden werden, von denen 14 Millionen Kilometer mit dem Auto zurückgelegt worden wären. Die Ergebnisse zeigen auch, dass der Anteil der im Homeoffice Tätigen entsprechend der Entfernung zwischen ihrem Wohnort und ihrem Arbeitsplatz zunimmt.
Über die Hälfte der Befragten, die weiter als 50 Kilometer von ihrem Arbeitsplatz entfernt wohnen, arbeiten mindestens einmal pro Woche per Telearbeit.
Die Telearbeit hat auch die von den Arbeitnehmer:innen genutzten Verkehrsmittel verändert, indem sie zu nachhaltigeren Verkehrsmitteln wie Fahrradfahren und Bahnfahren übergegangen sind, die bei im Homeoffice Tätigen (61 Prozent) häufiger anzutreffen sind als bei denjenigen, die vor Ort arbeiten (40 Prozent).
Ein weiterer positiver Aspekt bei der Mobilität ist, dass das Homeoffice eine gleichmäßigere Verteilung der Fahrten über den Tag oder die Woche ermöglicht und so Stoßzeiten abmildert.
Die Fahrten zum Einkaufen und zur Erledigung von Dienstleistungen nehmen an Homeoffice-Tagen zu (28 Prozent) oder werden unter der Woche und tagsüber statt abends, an Wochenenden oder Feiertagen unternommen (32 Prozent).
Die Telearbeit hat zu einer Verringerung der Zahl der Fahrzeuge im Straßenverkehr geführt, was sich unmittelbar auf die Verkehrssicherheit auswirkt.
Nach Schätzungen des belgischen Vias-Instituts wird die Zahl der Verkehrstoten im Jahr 2021 dank der Telearbeit um 35 und die Zahl der Schwerverletzten um 242 sinken, und mehr als 3.000 Unfälle mit Toten oder Verletzten werden ebenfalls vermieden.
Der FÖD will die Telearbeit weiter fördern, um die im Plan „All for Zero“ für die Straßenverkehrssicherheit festgelegten Ziele zu erreichen.
Demnach soll die Zahl der Verkehrstoten bis 2030 um 50 Prozent und bis 2050 um null gesenkt werden.