Keine Strompreiserhöhung für slowakische Haushalte im Jahr 2023
Die slowakische Regierung hat am Donnerstag (1. Dezember) angekündigt, dass die Preise für Wärme und Gas um etwa 15 Prozent steigen werden, während die Strompreise unverändert bleiben.
Die slowakische Regierung hat am Donnerstag (1. Dezember) angekündigt, dass die Preise für Wärme und Gas um etwa 15 Prozent steigen werden, Strompreise sollen aber gleich bleiben.
Die Energiepreise für Haushalte werden normalerweise von der Regulierungsbehörde für die Netzindustrien (ÚRSO) festgelegt. Für das nächste Jahr hat allerdings das Wirtschaftsministerium mithilfe des „Instituts für Krisenregulierung“ festgelegt.
Die Energiepreise für Haushalte hängen davon ab, welche Art von Energie sie zum Heizen verwenden. Die deutlichste Erhöhung wird für Haushalte erwartet, die sowohl Luft als auch Wasser mit Erdgas heizen – etwa 19 Euro pro Monat. Diejenigen, die mit Strom heizen, werden genauso viel zahlen wie in diesem Jahr.
Ministerpräsident Eduard Heger (OĽaNO) sagte, wenn die Regierung nicht eingreife, würden die Strompreise um 380 Prozent, die Gaspreise um 225 Prozent und die Heizkosten um 80 Prozent steigen. Laut Heger würden dadurch die Haushalte insgesamt 6 Milliarden Euro sparen, 3000 Euro pro Haushalt.
Die Differenz zwischen dem Marktpreis und dem regulierten Preis wird an die Versorger durch das Wirtschaftsministerium gezahlt, das 1,7 Milliarden Euro aus dem Haushalt des nächsten Jahres erhält. Dieses Geld ist nur für die Gasversorger bestimmt.
Der größte slowakische Stromerzeuger, Slovenské elektrárne a.s., erklärte sich bereit, im Gegenzug für die Zusage der Regierung, die Stromversorger in den kommenden Jahren nicht weiter zu besteuern, billigen Strom zu liefern.
Die Slowakei hat im Oktober auch die Energiepreise für Unternehmen für das nächste Jahr festgelegt. Die Preise werden bei 199 Euro pro Megawattstunde für Strom und 99 Euro/MWh für Erdgas gedeckelt.
Hilfen für Unternehmen und Haushalte sind an den Haushalt für das nächste Jahr gebunden, der derzeit im Nationalrat beraten wird. Eine Verabschiedung des Budgets ist jedoch nicht gesichert, da die Koalition keine Mehrheit im Parlament hat.