Kokskohle bleibt auf Druck Polens auf EU-Liste kritischer Rohstoffe

Kokskohle wird auf der Liste der für die Europäische Union kritischen Rohstoffe bleiben, nachdem es Polen gelungen ist, die Kommission diesbezüglich zu überzeugen. Polen ist einer der wichtigsten Produzenten des Energieträgers.

EURACTIV.pl
Katowice,,Poland,-,10.08.2022,:logo,Of,Jsw,,I.e.,Jastrz?bska,Spó?ka
Von zentraler Bedeutung für Polen ist die Kokskohle für die Stahlproduktion, die unter anderem in Windkraftanlagen verwendet wird. Das polnische Unternehmen Jastrzębska Spółka Węglowa S.A. ist der größte Produzent des Rohstoffes in der EU. [Shutterstock/Kamil Zajaczkowski]

Kokskohle wird auf der Liste der für die Europäische Union kritischen Rohstoffe bleiben, nachdem es Polen gelungen ist, die Kommission diesbezüglich zu überzeugen. Polen ist einer der wichtigsten Produzenten des Energieträgers.

Von zentraler Bedeutung für Polen ist die Kokskohle für die Stahlproduktion, die unter anderem in Windkraftanlagen verwendet wird. Das polnische Unternehmen Jastrzębska Spółka Węglowa S.A. ist der größte Produzent des Rohstoffes in der EU.

„Wir haben es geschafft!“ schrieb Jerzy Buzek, ehemaliger Präsident des Europäischen Parlaments und derzeitiger Abgeordneter der oppositionellen Bürgerlichen Koalition (EVP), auf Twitter.

„Ich freue mich, dass die Europäische Kommission erneut meinem Appell gefolgt ist – vor allem in einer Zeit, in der wir russische Energiequellen abschneiden und den grünen Wandel beschleunigen“, fügte er hinzu.

Die Entscheidung der Kommission, Kokskohle wie seit 2014 auf der Liste zu belassen, werde es erleichtern, EU-Mittel für künftige Investitionen im Zusammenhang mit Kokskohle zu erhalten und Arbeitsplätze zu schaffen, so Buzek.

Kokskohle sei auch für Polens metallverarbeitende Industrie unverzichtbar, während Stahl für den Bau von Windturbinen, Solaranlagen und die Entwicklung der Eisenbahnindustrie benötigt werde, fügte der Europaabgeordnete gegenüber Dziennik Gazeta Prawna hinzu.

Die Kommission veröffentliche ihre Liste der kritischen Rohstoffe seit 2011 und aktualisiert sie alle vier Jahre mit Materialien, die „für Technologien, die für Europas grüne und digitale Ambitionen wichtig sind, sowie für Verteidigungs- und Raumfahrtanwendungen entscheidend sind“, so die Kommission in einer Erklärung.

Das Gesetz über kritische Rohstoffe, das mit der Liste der kritischen Rohstoffe verbunden ist, setzt klare Richtwerte für die inländischen Kapazitäten entlang der Versorgungskette für strategische Rohstoffe und für die Diversifizierung der europäischen Versorgung bis 2030.