Litauen stellt Grenzzaun zu Belarus fertig
Der Bau eines Zauns entlang der litauischen Grenze zu Belarus wurde Ende letzter Woche abgeschlossen, wie EPSO-G, der für das Projekt zuständige staatliche Energiekonzern, am Montag (29. August) laut Medienberichten bestätigte.
Der Bau eines Zauns entlang der litauischen Grenze zu Belarus wurde Ende letzter Woche abgeschlossen, wie EPSO-G, der für das Projekt zuständige staatliche Energiekonzern, am Montag (29. August) laut Medienberichten bestätigte.
Die Barriere, bestehend aus einem Zaun und Stacheldraht, wurde in Abschnitten von rund 502 Kilometern Länge errichtet.
„Das von der EPSO-G mobilisierte Team von Auftragnehmern hat am vergangenen Wochenende die letzten geplanten Abschnitte des Zauns an der Grenze zu Weißrussland installiert“, erklärte Antanas Bubnelis, Sprecher des Unternehmens, gegenüber dem Baltic News Service.
„Das Projektteam setzt seine Arbeit fort, die Wartungsarbeiten, Beseitigung kleinerer Mängel am Zaun, Sanierung von Straßen und Baustellen sowie die Verwaltung der Projektdokumentation umfasst. Heute werden wir der staatlichen Aufsichtskommission über den Fortschritt des Projekts berichten“, fügte er hinzu.
Litauen und Belarus teilen sich eine Grenze von 679 Kilometern. Davon verlaufen 100 Kilometer entlang von Flüssen und Seen.
Litauen hat entschieden, entlang seiner Grenze zu Belarus einen vier Meter hohen Zaun aus Stacheldraht zu errichten, um illegale Einwanderung aus dem Nachbarland zu unterbinden.
Im vergangenen Jahr waren fast 4.200 irreguläre Migrant:innen aus Belarus nach Litauen gekommen, die meisten von ihnen aus dem Nahen Osten und Afrika. Vilnius hat die Regierung in Minsk beschuldigt, Menschen zu schmuggeln, um Druck auf die Europäische Union auszuüben.
Litauische Grenzbeamt:innen haben seit dem 3. August 2021, als sie angewiesen wurden, keine Einwanderer ins Land zu lassen, mehr als 13.000 Menschen zurückgewiesen. Diese Zahl schließt wiederholte Versuche derselben Personen ein, die Grenze zu überqueren.
Der Staatliche Grenzschutzdienst (VSAT) erklärte, belarussische Grenzschützer:innen brächten weiterhin Migrant:innen an die EU-Grenze und leiteten sie zu Abschnitten ohne Zaun.