Macron will Frankreichs Luftfahrtindustrie nachhaltiger machen

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat öffentliche Investitionen in Höhe von 500 Millionen Euro in die französische Luftfahrtindustrie angekündigt. Damit sollen die französischen Flugzeugbauer der EU dabei helfen, klimaneutral zu werden.

EURACTIV.fr
French President Macron visits Safran site in Villaroche near Paris
Im Vorfeld der jährlichen Luftfahrtmesse Salon du Bourget nächste Woche besuchte der französische Präsident am Freitag die Fabriken des Triebwerksherstellers Safran im Pariser Umland, um Frankreichs Engagement für eine nachhaltige Luftfahrt zu skizzieren. [EPA-EFE/GONZALO FUENTES / POOL MAXPPP OUT]

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat öffentliche Investitionen in Höhe von 500 Millionen Euro in die französische Luftfahrtindustrie angekündigt. Damit sollen die französischen Flugzeugbauer der EU dabei helfen, klimaneutral zu werden.

Im Vorfeld der jährlichen Luftfahrtmesse Salon du Bourget nächste Woche besuchte der französische Präsident am Freitag die Fabriken des Triebwerksherstellers Safran im Pariser Umland, um Frankreichs Engagement zu verdeutlichen.

Der Besuch schließt sich an ein Arbeitsessen am Donnerstagabend mit führenden Vertretern von Airbus, Dassault, Safran, Air France, KLM und dem Pariser Flughafen an.

Für den Zeitraum 2024-2030 kündigte Emmanuel Macron an, die Branche über den öffentlichen französischen Forschungsrat für die Zivilluftfahrt (CORAC) mit 300 Millionen Euro pro Jahr zu unterstützen.

Dies entspricht einer Verdreifachung der Investitionen für die Entwicklung von Triebwerken, die weniger Treibhausgasemissionen verursachen, für die Herstellung leichterer und stabilerer Flugzeugteile und für die Finanzierung der Entwicklung von Technologien durch kleine und mittlere Unternehmen des Sektors – insbesondere von kleinen Elektro- und Wasserstoffflugzeugen.

Zum Thema nachhaltige Flugkraftstoffe (SAF) bestätigte Macron zusätzliche 200 Millionen Euro für die Entwicklung von Biokraftstoffen und die Produktion von 500.000 Tonnen SAF in Frankreich.

Macron bekräftigte das Ziel, dem Kerosin bis 2030 6 Prozent Biokraftstoffe beizumischen. Dies ist die Menge, auf die sich die EU – vorbehaltlich der Ratifizierung – auf europäischer Ebene im Rahmen der Verhandlungen über die ReFuelEU-Rechtsvorschriften geeinigt hat.

Derzeit macht die SAF-Produktion schätzungsweise nur 0,1 Prozent des Gesamtbedarfs an Flugkraftstoff aus, wie sieben der weltweit führenden Flugzeughersteller in einer am Donnerstag veröffentlichten Erklärung betonten.

Macron wies auch darauf hin, dass die Industrie ein ehrgeizigeres Ziel von 10 Prozent Biokraftstoff in den Treibstofftanks bis 2030 anstrebt, „wie in den Vereinigten Staaten.“

Hinter diesen neuen Investitionen steht der Wunsch, die französische und europäische Souveränität zu stärken, da Kerosin ausschließlich importiert wird.

Diese neuen Investitionen würden also den Einsatz von in Europa entwickelten nachhaltigen Kraftstoffen beschleunigen, ihre Preise senken und den Luftverkehr seinem Ziel der CO2-Neutralität bis 2050 näher bringen.

Am Ende der ReFuelEU-Verhandlungen wies der irische Europaabgeordnete Ciarán Cuffe, Vorsitzender der Fraktion der Grünen/EFA, darauf hin, dass die vereinbarten Ziele „nicht ausreichen, um Klimaneutralität zu erreichen.“

Lesen Sie den französischen Originalartikel hier.

[Bearbeitet von Nathalie Weatherald/ ]