Oettinger: Übergangsdeal im Gas-Streit im Oktober möglich
Im Gas-Streit zwischen der Ukraine und Russland dürfte es nach Angaben von EU-Energiekommissar Günther Oettinger noch in diesem Monat einen spürbaren Fortschritt geben.
Im Gas-Streit zwischen der Ukraine und Russland dürfte es nach Angaben von EU-Energiekommissar Günther Oettinger noch in diesem Monat einen spürbaren Fortschritt geben.
„Wir sollten eine Übergangslösung im Oktober hinbekommen“, sagte er am Montag am Rande eines Treffens der Energie- und Umweltminister der EU in Mailand. Zuletzt hatte ein Kompromissvorschlag Oettingers die Hoffnung genährt, dass der Streit vor dem Wintereinbruch beigelegt werden könnte. Die EU peilt die Unterzeichnung eines Abkommens zur Überbrückung des ukrainischen Winterbedarfs an.
Wegen offener Rechnungen in Milliardenhöhe und unterschiedlicher Ansichten über den Gaspreis hat Russland der Ukraine im Juni den Hahn zugedreht. Die EU vermittelt in dem Streit, der auch die Erdgasversorgung der Gemeinschaft gefährden könnte.
Die EU befürchtet, dass die Ukraine in Notlagen Gas aus den Pipelines abzweigen könnte, durch die Russland in die EU liefert. Die EU erhält ein Drittel ihres Erdgases aus Russland, die Hälfte davon strömt durch ukrainische Leitungen.