Parlament unter Beschuss wegen zweisprachiger Informationsbereitstellung in Finnland [DE]
Der Lösungsvorschlag des EU-Bürgerbeauftragten bezüglich der Beschwerde des Repräsentationsorgans der Finnlandschweden bezüglich des Mangels an zweisprachiger Information für finnische Bürger über die Europawahlen 2004 ist von allen Seiten akzeptiert worden.
Der Lösungsvorschlag des EU-Bürgerbeauftragten bezüglich der Beschwerde des Repräsentationsorgans der Finnlandschweden bezüglich des Mangels an zweisprachiger Information für finnische Bürger über die Europawahlen 2004 ist von allen Seiten akzeptiert worden.
Folktinget, das Repräsentationsorgan der Finnlandschweden, hatte beim Europäischen Bürgerbeauftragten P. Nikiforos Diamandouros eine Beschwerde über den Mangel an schwedischsprachigen Plakaten während der europäischen Wahlkampagne von 2004 eingelegt. Die Beschwerde wurde an das Europäische Parlament weitergeleitet. Das Folktinget erinnerte daran, dass obwohl die schwedischsprachigen Bürger nur 5,6% der Bevölkerung Finnlands ausmachen, beide Sprachen – Finnisch und Schwedisch – als Finnlands Amtsprachen und auch Amtsprachen der EU gelten und dass dies bei der nächsten EU-Wahlkampagne berücksichtigt werden sollte.
Das Informationsbüro des Europäischen Parlaments in Finnland arbeitet generell zweisprachig – auf Finnisch und Schwedisch – und der größte Teil der Publikationen über die Wahlkampagne war in beiden Sprachen zugänglich. Einige Marketingprojekte, beispielsweise Plakate, waren jedoch nur in einer Sprache verfasst und daher die Beschwerde.
Der Bürgerbeauftragte P. Nikiforos Diamandouros schlug eine gütliche Lösung vor, die von allen Beteiligten angenommen wurde. Das Europäische Parlament räumte ein, dass Plakate in beiden Sprachen ausgestellt werden sollten und versicherte, dass sein Informationsbüro in Finnland aufmerksamer mit der Verwendung der schwedischen und finnischen Sprachen bei zukünftigen Wahlkämpfen umgehen werde.