Ruanda wählt - Kagame klarer Favorit

In Ruanda sind am Freitag knapp sieben Millionen Wahlberechtigte zur Präsidentschaftswahl aufgerufen.

epa06123533 A woman looks through names of Genocide victims on a board at the Kigali Genocide memorial in  Kigali, Rwanda, 03 August 2017. More than 800,000 people were killed during a tribal conflict between Tutsi and Hutus in 1994. Rwanda prepares for general and presidential elections on 04 August.  EPA/AHMED JALLANZO
In Ruanda sind am Freitag knapp sieben Millionen Wahlberechtigte zur Präsidentschaftswahl aufgerufen. [EPA/AHMED JALLANZO]

In Ruanda sind am Freitag knapp sieben Millionen Wahlberechtigte zur Präsidentschaftswahl aufgerufen.

Die Wiederwahl des langjährigen Staatschefs Paul Kagame gilt als sicher. Der 59-Jährige hatte sich 2015 in einem Referendum eine überwältigende Zustimmung für eine Verfassungsänderung geholt, die ihm eine dritte Amtszeit erlaubt. Als einzige Gegenkandidaten wurden der Grünen-Chef Frank Habineza und der unabhängige Kandidat Philippe Mpayimana zugelassen, die beide weitgehend unbekannt sind.

Kagame dominiert die ruandische Politik, seit er im Juli 1994 mit seiner damaligen Rebellengruppe FPR die Regierung aus Hutu-Extremisten stürzte und damit den Völkermord an 800.000 Tutsi und gemäßigten Hutu beendete.

Er war Vizepräsident und Verteidigungsminister, bevor er 2000 erstmals zum Präsidenten gewählt wurde. Kagame werden das rasante Wirtschaftswachstum und die Entwicklungsfortschritte Ruandas zugute gehalten. Kritiker werfen ihm jedoch vor, die Meinungsfreiheit massiv zu beschränken und jegliche Opposition zu unterdrücken.