Russen reisen durch Norwegen, um in Finnland einzukaufen
Obwohl die Grenze zwischen Finnland und Russland geschlossen ist und die Visa für Russen aufgehoben wurden, haben Russen ein legales Schlupfloch entdeckt und kommen zum Einkaufen nach Nordfinnland.
Obwohl die Grenze zwischen Finnland und Russland geschlossen ist und die Visa für Russen aufgehoben wurden, haben Russen ein legales Schlupfloch entdeckt und kommen zum Einkaufen nach Nordfinnland.
Da Norwegen seine Grenze für Russen nicht geschlossen hat, können sie mit einem gültigen Visum über den Grenzübergang Storskog einreisen und dann in das Schengen-Land Finnland einreisen, um dort einzukaufen.
In Medienberichten aus der Region heißt es, dass täglich Busladungen mit langen Einkaufslisten unterwegs sind, die oft beliebte Lebensmittel wie Kaffee, Schokolade und Käse enthalten.
Die Behörden scheinen hilflos zu reagieren; nach den geltenden Vorschriften ist die Verantwortlichkeit unklar.
Auf Anfrage des finnischen Fernsehsenders YLE erklärte das finnische Außenministerium, dass sanktionierte Produkte nicht verkauft werden sollten, wenn klar ist, dass der Kunde sie nach Russland exportieren wird.
Der finnische Zoll kommentierte das Phänomen damit, dass der Verkehr aufgrund der Schengen-Bestimmungen nicht gestoppt werden könne. Wenn Russen keine Steuerrückerstattung beantragen, werden im Geschäft keine Pässe kontrolliert und sie können frei einkaufen. Was bedeutet, dass sanktionierte Waren in den Einkaufstaschen landen können.
Im Gespräch mit YLE erklärte der Zollbeamte Kari Hannu, dass der Zoll natürlich prüfe, was aus Finnland ausgeführt wird, wenn aber Produkte von Norwegen nach Russland gebracht werden, dann liege die Verantwortung beim norwegischen Zoll.
Unterdessen scheint die Haltung der lokalen Ladenbesitzer unterschiedlich zu sein. Während einer der von YLE Befragten den Russen keine Möglichkeit zur Steuerrückerstattung gibt, stellt ein anderer steuerfreie Quittungen aus und übergibt die Verantwortung an die Zollbehörden.