Russische Atomwaffen mit schwedischer Technologie
Zwölf der russischen Atomwaffen-Hersteller nutzen Technologien schwedischer Industrieunternehmen, wie eine Untersuchung der schwedischen Zeitung Expressen ergeben hat.
Zwölf der russischen Atomwaffen-Hersteller nutzen Technologien schwedischer Industrieunternehmen, wie eine Untersuchung der schwedischen Zeitung Expressen ergeben hat.
Aus Dokumenten geht hervor, dass Ausrüstungen von Unternehmen wie Sandvik, SKF und Atlas Copco an Organisationen verkauft und geliefert wurden, die am Atomwaffenprogramm des Landes beteiligt sind.
In einigen Fällen wurde die Technologie von Russland über die russischen Tochtergesellschaften der Unternehmen und in anderen Fällen über russische Vertriebshändler erworben.
Nach der Annexion der Krim im Jahr 2014 und den daraufhin von der EU verhängten Sanktionen hat Schweden den Verkauf von Produkten für militärische Zwecke an Russland untersagt.
Nach einer internen Untersuchung bestätigte Atlas Copco jedoch, dass das Unternehmen mehr als 50 Deals entdeckt hat, die gegen seine eigenen Regeln verstoßen, wie Expressen berichtet.
Vor allem die Metallverarbeitungstechnik ist für russische Hersteller attraktiv, und die Deals umfassen Maschinen zum Präzisionsschneiden, Drehbänke, Fräsen und Bohrer für schweres Gestein. Auch schwedische Produkte wie Kompressoren stehen auf der Einkaufsliste der russischen Hersteller.
„Wir nehmen diese Angelegenheit sehr ernst und sind der Meinung, dass unser russisches Unternehmen gegen unsere internen Vorschriften verstoßen hat“, sagte Sara Hägg Liljedal, Kommunikationsdirektorin bei Atlas Copco, in einer E-Mail-Antwort an Expressen.
Seit dem Beginn der Invasion in der Ukraine im Februar hat Russland mehrfach angedeutet, das Land sei in der Lage, Atomwaffen einzusetzen, und sein Atomwaffenarsenal sei in höchster Alarmbereitschaft.
Der Kreml-Sprecher Dmitri Peskow erklärte jedoch am Dienstag (29. März), dass Russland den Einsatz von Atomwaffen bei seiner sogenannten „speziellen Militäroperation“ in der Ukraine nicht in Erwägung ziehe und bekräftigte seinen Standpunkt, dass der Einsatz solcher Waffen nur bei einer „existenziellen Bedrohung“ erfolgen würde.