Russland verweist 14 bulgarische Botschaftsangestellte aus dem Land

EURACTIV Bulgaria
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Radev hatte Petkow für die Ausweisung der 70 Botschaftsmitarbeiter kritisiert. Es bleibt unklar, wie er vor den Wahlen am 2. Oktober die Beziehungen wiederherstellen will. [Wikicommons]

Das russische Außenministerium teilte am Freitag (5. August) mit, dass Moskau 14 bulgarische Botschaftsangehörige zur Persona non grata erklärt habe, sodass das Land fast keine diplomatische Präsenz mehr in Russland besäße.

Vier der ausgewiesenen Beamten sind Diplomat:innen, bei den übrigen 10 handelt es sich um technisches Personal, teilte das bulgarische Außenministerium in einem Post auf Facebook mit.

Bulgarien hatte bereits im Sommer 70 russische Diplomaten und technisches Personal wegen Spionageverdachts ausgewiesen und eine Obergrenze für die Größe der Vertretung Moskaus festgelegt, da die Beziehungen zwischen den beiden Ländern, die einst enge Verbündete waren, wegen des Konflikts um die Ukraine zerbrachen.

Bulgarien steht nach der Ausweisung fast ohne diplomatisches Personal in Russland da, berichtet EURACTIV Bulgarien.

Im Gegensatz dazu verfügt die russische Botschaft in Sofia auch nach der Ausweisung der 70 Mitarbeiter im Sommer noch über 40 Angestellte.

In einer Erklärung machte das russische Außenministerium die Regierung des scheidenden Premierministers Kiril Petkow für diese „kontraproduktive Maßnahme“ verantwortlich.

Petkow, ein prowestlicher Reformist, wurde am 23. Juni nach einer Vertrauensabstimmung entmachtet.

Bulgarien wird nun von einer Übergangsregierung geleitet, die von Präsident Rumen Radev ernannt wurde.

Radev hatte Petkow für die Ausweisung der 70 Botschaftsmitarbeiter kritisiert. Es bleibt unklar, wie er vor den Wahlen am 2. Oktober die Beziehungen wiederherstellen will.

[Beabeitet von Alice Taylor]