Scholz gibt Druck nach und erlaubt Leopard-Lieferungen in die Ukraine
Nach wochenlangem Druck hat Bundeskanzler Olaf Scholz am Dienstag den Weg für die Lieferung moderner Leopard-2-Panzer an die Ukraine geebnet, sowohl aus Deutschland und aus anderen Ländern, wie der "Spiegel" berichtet.
Nach wochenlangem Druck hat Bundeskanzler Olaf Scholz am Dienstag den Weg für die Lieferung moderner Leopard-2-Panzer an die Ukraine geebnet, sowohl aus Deutschland und aus anderen Ländern, wie der „Spiegel“ berichtet.
Die Entscheidung fiel, nachdem die USA Berichten zufolge „dazu neigten“, der Ukraine ihre Abrams-Panzer zu schicken, die dem Leopard in Bezug auf die Leistung ähnlich sind.
Deutschland hat bei der Lieferung von Panzern an die Ukraine gezögert. Scholz sagte wiederholt, die Lieferung hänge von den USA ab und Deutschland wolle nicht das erste Land sein, das Panzer das kriegsgebeutelte Land liefert.
Sowohl die internationalen Partner als auch die Koalitionspartner in der Ampel-Koalition setzten den Kanzler unter Druck.
Die FDP-Abgeordnete und Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag, Marie-Agnes Strack Zimmermann, gehörte zu den schärfsten Kritikern von Scholz‘ Weigerung, die Ukraine mit Panzern zu unterstützen.
„Dass Deutschland die Lieferung seines Leopard-2-Panzers durch Partnerländer freigibt und auch selbst liefert, ist eine erlösende Nachricht für das geschundene und tapfere ukrainische Volk“, sagte die FDP-Politikerin der dpa.
Auch die Grünen lobten die Entscheidung, Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt twitterte: „Der Leopard ist frei!“
„Jetzt kann er der Ukraine hoffentlich schnell im Kampf gegen den russischen Angriff und für die Freiheit der Ukraine und Europas helfen“, fügte sie hinzu.