Schulz fordert Merkel zu zweitem TV-Duell

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hat Bundeskanzlerin Angela Merkel zu einem zweiten direkten Schlagabtausch im Fernsehen aufgefordert.

epa06049317 Martin Schulz, chairman of the Social Democratic Party (SPD) and candidate for chancellor, delivers a speech during the extraordinary federal party conference of the  SPD at the Westfalenhalle in Dortmund, Germany, 25 June 2017. The SPD holds their extraordinary federal party convention to elect the party board and adopt the party’s manifesto for the general elections in Germany which are scheduled for 24 September 2017.  EPA/SASCHA STEINBACH
SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz [EPA/SASCHA STEINBACH]

 SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hat Bundeskanzlerin Angela Merkel zu einem zweiten direkten Schlagabtausch im Fernsehen aufgefordert.

Der SPD-Chef stellte sich am Dienstagabend im ZDF Zuschauerfragen und sagte zum Abschluss, viele der angesprochenen Punkte habe er mit der CDU-Chefin beim TV-Duell am 3. September nicht diskutieren können. “Deshalb habe ich heute Frau Merkel einen Brief geschrieben und sie aufgefordert, ein nächstes Duell mit mir zu machen.” Bisher lehnt Merkel ein zweites direktes Aufeinandertreffen mit ihrem Herausforderer vor der Bundestagswahl am 24. September ab.

In dem Reuters vorliegenden Schreiben verweist Schulz darauf, dass Fragen der Bürger etwa zur Digitalisierung, Zukunft der Arbeit, Rente und Bildung im TV-Duell nicht beantwortet worden seien. Er stimme mit der Kanzlerin “absolut überein, dass wichtige Kernfragen unseres Landes nicht zur Sprache kamen”. Er sei jederzeit zu einem zweiten TV-Duell bereit.

Der Herausforderer der Kanzlerin und seine Partei liegen in Umfragen mit Werten von 21 bis 24 Prozent bis zu 16 Punkte hinter CDU und CSU zurück. Auch das von ARD, ZDF, RTL und Sat.1 übertragene TV-Duell brachte bislang nicht den von der SPD erhofften Aufschwung in den Umfragen.