Schweizer stimmen für Anpassung des Renteneintrittsalters von Frauen ab
Am Wochenende stimmten die Schweizer:innen in vier Referenden ab. Darunter war auch ein positives Votum für die Anhebung des Rentenalters für Frauen auf 65 Jahre, das gleiche wie für Männer, wenn auch mit einem knappen Vorsprung.
Das Votum für die Anhebung des Renteneintrittsalters für Frauen von 64 auf 65 Jahre wurde mit einem knappen Vorsprung von 50,6 Prozent Ja-Stimmen gegenüber 49,4 Prozent Nein-Stimmen gewonnen.
Die Schweizer:innen stimmten auch über eine Erhöhung der Mehrwertsteuer zur Finanzierung des Rentensystems ab, was mit 55,1 Prozent eine deutlichere Mehrheit fand.
Die politischen Parteien waren jedoch vor der Abstimmung über die Reformvorschläge gespalten.
Während die Linken der Meinung waren, dass zunächst andere Fragen der Gleichstellung angegangen werden sollten, bevor das Renteneintrittsalter für Frauen angehoben wird, und dass eine Erhöhung der Mehrwertsteuer die ärmeren Bevölkerungsschichten überproportional belasten würde, sprachen sich die Mitte und die Rechte für eine größere finanzielle Stabilität des Rentensystems aus.
Auch innerhalb der Bevölkerung waren Spaltungen sichtbar, insbesondere entlang des sogenannten „Röstigrabens“, der Sprachgrenze, die durch die Schweiz verläuft.
Während die französisch- und italienischsprachigen Kantone klar gegen das Gesetz stimmten, fand die Maßnahme in den meisten deutschsprachigen Kantonen komfortable Mehrheiten.
Am selben Tag stimmten die Schweizer:innen auch gegen die Reform der Quellensteuer und ein Verbot der Massentierhaltung.