Serbien bleibt trotz Streit über Russlandfreundlichkeit auf EU ausgerichtet

Der Druck der EU-Staaten, Sanktionen gegen Russland zu verhängen, sollte Serbien nicht dazu veranlassen, seine EU-Bestrebungen aufzugeben, sagte der serbische Präsident Aleksandar Vučić am Sonntag.

EURACTIV.rs | betabriefing.com
EU-Western Balkans leaders‘ meeting – Press conference
Sechzehn der 27 EU-Mitglieder sprachen sich direkt oder indirekt dafür aus, dass Serbien sich den Sanktionen gegen Russland anschließen solle, sagte Vucic auf dem Gipfel der Staats- und Regierungschefs der EU und der westlichen Balkanstaaten. [[EPA-EFE/STEPHANIE LECOCQ]]

Der Druck der EU-Staaten, Sanktionen gegen Russland zu verhängen, sollte Serbien nicht dazu veranlassen, seine EU-Bestrebungen aufzugeben, sagte der serbische Präsident Aleksandar Vučić am Sonntag.

Sechzehn der 27 EU-Mitglieder hätten direkt oder indirekt auf einem Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs der EU und des westlichen Balkans die Notwendigkeit betont, dass Serbien sich den Sanktionen gegen Russland anschließen solle, sagte Vucic, merkte aber an, dass dies nicht bedeute, dass Belgrad seinen europäischen Weg aufgeben würde.

Vučić sagte, „wir sollten nicht ins andere Extrem gehen“, nachdem er auf dem jüngsten Gipfel unter Druck gesetzt worden war, Sanktionen gegen Russland zu verhängen.

„Ich sehe, dass es im Land eine große Hysterie gegen die EU gibt, aber wir sollten nicht denken, dass wir bessere Partner, als die in der EU haben können oder dass wir einen anderen politischen Weg einschlagen sollten. Vergessen Sie nicht, dass wir das Geld, das wir haben, einer großen Anzahl von EU-Investitionen und der Unterstützung, die wir von der Union erhalten, verdanken“, sagte Vučić.

„Wir haben 300.000 Menschen, die in ausländischen Unternehmen arbeiten, 500.000 indirekt. Die meisten dieser Firmen, mindestens zwei Drittel, sind in der EU ansässig. Obwohl sie nicht hören wollen, wie wichtig es für uns ist, selbst über Sanktionen zu entscheiden, oder wie wichtig die Chinesen und Russen für uns sind, setzen wir unseren europäischen Weg fort“, sagte Vučić.

Wie das in Brüssel, Berlin und Paris gesehen wird, erklärte der serbische Präsident allerdings nicht.