Slowakei reduziert Abhängigkeit von russischem Gas weiter
Norwegen und mehrere nicht namentlich genannte Länder werden der Slowakei Flüssigerdgas liefern, um die Abhängigkeit des Landes von russischen Gasimporten drastisch zu verringern.
Norwegen und mehrere nicht namentlich genannte Länder werden der Slowakei Flüssiggas (LNG) liefern, um die Abhängigkeit des Landes von russischen Gasimporten drastisch zu verringern.
Ab dem 1. Juni wird die Slowakei ihre Abhängigkeit von Russland um 65 Prozent verringern, sagte Wirtschaftsminister Richard Sulík. Analysten wiesen jedoch darauf hin, dass SPP nicht jeden Haushalt oder jedes Unternehmen im Land mit Gas versorgt und dass die tatsächliche Verringerung nur etwa 35 Prozent betragen wird.
Um unabhängig zu werden, hat die Slowakei in verschiedenen europäischen LNG-Terminals entsprechende Speicherkapazitäten reserviert und wird über eine Pipeline Gas aus Norwegen importieren, so Sulík.
Er gab zwar nicht an, woher das LNG importiert werden soll, doch ein Sprecher seiner liberalen SaS-Partei sagte, man habe mit „verschiedenen“ Lieferanten eine Vereinbarung getroffen.
Sulík wies auch darauf hin, dass Gas aus Norwegen nicht teurer sei als Gas von Gazprom, obwohl die Preise von der Marktentwicklung abhängen.
Die SPP wird die Einfuhren aus Russland nicht vollständig einstellen.
Die russischen Importe könnten jedoch weiter zurückgehen, sobald die polnisch-slowakische Verbindungsleitung, die Ende dieses oder im nächsten Jahr eröffnet werden soll, fertig gestellt ist. Laut Sulík ist der Probebetrieb bereits im Gange.
Mit diesen neuen Verträgen dürfte die Versorgung bis zum Jahresende gesichert sein. Der gesamte slowakische Bedarf muss bis zum 10. Juli gedeckt werden, wenn voraussichtlich die technische Abschaltung von Nord Stream 1 erfolgt, so Sulík weiter.