Slowenien erwägt schnelleren Zugang zum Arbeitsmarkt für Asylbewerber
Slowenien erwägt, die Wartezeit für Asylbewerber auf den Zugang zum Arbeitsmarkt zu verkürzen. Das Innenministerium erklärte am Donnerstag, dass ein entsprechender Vorschlag bereits in Arbeit sei.
Slowenien erwägt, die Wartezeit für Asylbewerber auf den Zugang zum Arbeitsmarkt zu verkürzen. Das Innenministerium erklärte am Donnerstag, dass ein entsprechender Vorschlag bereits in Arbeit sei.
Die Regierung prüfe nun, ob sie Antragstellern auf internationalen Schutz einen schnelleren und effektiveren Zugang zum Arbeitsmarkt gewähren könne, so das Ministerium unter Berufung auf das weltweite Migrationsniveau, die wirtschaftliche Lage und die Notwendigkeit, die Achtung der Menschenrechte zu gewährleisten.
Die Ankündigung erfolgte als Reaktion auf einen Appell von NGOs, die eine Gleichbehandlung von Asylbewerbern und ukrainischen Flüchtlingen forderten. Beamte des Ministeriums planen, sich in den kommenden Wochen mit Vertretern von NGOs zu treffen.
Slowenische Nichtregierungsorganisationen kritisieren die Behörden häufig für ihren Umgang mit Asylbewerbern.
Die Organisationen beklagen insbesondere die Tatsache, dass die Asylbewerber nicht arbeiten können, während sie auf die Bearbeitung ihrer Anträge warten – ein Prozess, der Monate dauern kann und während dessen die Asylbewerber lediglich eine Unterstützung von 18 € pro Monat erhalten.
„Wir können die Zahl der genehmigten Asylanträge in Slowenien an den Fingern einer Hand abzählen. Für Asylbewerber gibt es nur die Möglichkeit zu fliehen oder abgeschoben zu werden“, sagte der Aktivist Miha Blažič.