Superjahr 2010 für Berliner Wissenschaft
Die Hauptstadtregion hat im Wettbewerb um EU-Forschungsmittel seit 2007 sehr gut abgeschnitten, so die Bilanz des Enterprise Europe Network Berlin-Brandenburg (EEN). Gleich zwei der neuen "Knowledge and Innovation Communities" (KICs) nehmen in der Region die Arbeit auf. In der Europawoche diskutiert das EEN Perspektiven nach 2013.
Die Hauptstadtregion hat im Wettbewerb um EU-Forschungsmittel seit 2007 sehr gut abgeschnitten, so die Bilanz des Enterprise Europe Network Berlin-Brandenburg (EEN). Gleich zwei der neuen „Knowledge and Innovation Communities“ (KICs) nehmen in der Region die Arbeit auf. In der Europawoche diskutiert das EEN Perspektiven nach 2013.
Von Davina Wenninger. Berlin Partner GmbH. Enterprise Europe Network Berlin-Brandenburg. Bereich Aussenwirtschaft / Team Europäische Union.
Das Jahr 2010 ist bereits in der ersten Hälfte für die Berliner Wissenschaft ein sehr erfolgreiches. Neben zahlreichen Jubiläen renommierter Forschungsinstitute, Universitäten und Akademien zieht das wichtigste EU-Förderprogramm für Projekte im Bereich Forschung und Entwicklung Halbzeitbilanz. Außerdem ist mit dem Zuschlag für zwei Knowledge and Innovation Communities in der Region ein neues Achtungszeichen mit internationaler Ausstrahlung gesetzt worden.
Das 7. Forschungsrahmenprogramm (7. FRP) hat die Hälfte seiner Laufzeit (2007-2013) hinter sich – Zeit eine erste Bilanz für Berlin-Brandenburg zu ziehen. Die Akteure der Hauptstadtregion haben im bisherigen Verlauf des 7. FRP sehr gut abgeschnitten. Über 250 Projekte mit einem Fördervolumen von rund 100 Millionen Euro, an denen nicht nur Forschungseinrichtungen, sondern vor allem auch regionale Unternehmen beteiligt sind, konnten erfolgreich in die Hauptstadtregion geholt werden. Damit belegt Berlin-Brandenburg einen der Spitzenplätze in Deutschland.
EU-Forschungsförderung – was kommt nach 2013?
Eine Auswahl dieser Ergebnisse präsentiert eine Veranstaltung im Rahmen der diesjährigen Europawoche am 6.Mai 2010 im Berliner Ludwig Erhard Haus. Die Veranstaltung zum Thema "Berlin-Brandenburg forscht für Europa – Halbzeit 7. Forschungsrahmenprogramm und Vorstellung der Knowledge and Innovation Communities in der Hauptstadtregion" wird vom Enterprise Europe Network Berlin-Brandenburg in Zusammenarbeit mit zahlreichen Partnern organisiert.
Dr. Martin Bohle, Generaldirektion Forschung der EU-Kommission und Frau Prof. Ulrike Woggon, Vizepräsidentin für Forschung an der TU Berlin, werden in der Podiumsdiskussion aus Brüsseler und Berliner Sicht Stellung nehmen und über erste Überlegungen zum nächsten Forschungsrahmenprogramm ab 2013 und zur Vision 2020 für den Forschungsraum diskutieren.
Weitere der im Anschluss an die Podiumsdiskussion stattfindenden Vorträge rund um das Thema europäische Forschungsförderung, stellen eines der bisher größten Einzelvorhaben in der EU-Forschungslandschaft – die Knowledge and Innovation Communities (KICs) – vor.
Berlin-Brandenburg holt zwei KICs
Die KICs sind Initiativen des European Institute of Innovation and Technology (EIT) in Budapest. Das EIT ist eine Initiative auf EU-Ebene, die zum Aushängeschild der europäischen Innovationspolitik werden soll. Das EIT hat KICs in drei Themenfeldern ausgeschrieben: Energie, Klimaforschung sowie Informations- und Kommunikationstechnologien. In den KICs arbeiten Universitäten, Forschungseinrichtungen und Unternehmen gemeinsam an Innovationen in den genannten Themenfeldern.
Der Hauptstadtregion ist es gelungen, sich gleich in zwei dieser KICs maßgeblich zu positionieren: im KIC für Informations- und Kommunikationstechnologien, bei dem die TU Berlin einer der sechs größten deutschen Partner ist und das am Campus Charlottenburg angesiedelt werden soll sowie im KIC für Forschung und Innovation im Bereich des Klimaschutzes, welches maßgeblich in Potsdam am dortigen Institut für Klimafolgenforschung und beim Geoforschungszentrum Potsdam zu Hause ist.
Hauptanliegen der KICs ist nicht nur exzellente internationale Forschung, sondern auch die schnelle Umsetzung in entsprechende Produkte und Dienstleistungen. Damit haben diese neuen Institutionen der Berlin-Brandenburger Forschungslandschaft unmittelbare Auswirkungen auf die entsprechenden Schlüsselsektoren der Wirtschaft in der Region, weil sie nicht nur hervorragende Fachleute und Experten hierher ziehen, sondern auch zusätzliche Aufträge und Gelder.
Links
Enterprise Europe Network Berlin-Brandenburg (EEN): Internetseite
Enterprise Europe Network Berlin-Brandenburg (EEN): "Berlin-Brandenburg forscht für Europa". Programm zur Veranstaltung am 6. Mai 2010.
EU
Knowledge and Innovation Communities (KICs): Übersicht