Tschechien tritt Brüsseler Institut für Geopolitik bei

Tschechien hat beschlossen, dem neuen Brüsseler Institut für Geopolitik beizutreten, das als Reaktion auf den Einmarsch Russlands in die Ukraine gegründet wurde.

EURACTIV.cz
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Das in Brüssel ansässige Institut, dessen Ziel es ist, die Debatte über die aktuellen geopolitischen Herausforderungen Europas anzuregen, erhielt während des Gipfels der Europäischen Politischen Gemeinschaft 2022 im Oktober in Prag die Unterstützung der Staats- und Regierungschefs Frankreichs, Deutschlands und der Niederlande. [Shutterstock/S Buwert]

Tschechien hat beschlossen, dem neuen Brüsseler Institut für Geopolitik beizutreten, das als Reaktion auf den Einmarsch Russlands in die Ukraine gegründet wurde.

Das in Brüssel ansässige Institut, dessen Ziel es ist, die Debatte über die aktuellen geopolitischen Herausforderungen Europas anzuregen, erhielt während des Gipfels der Europäischen Politischen Gemeinschaft 2022 im Oktober in Prag die Unterstützung der Staats- und Regierungschefs Frankreichs, Deutschlands und der Niederlande.

Nach Angaben des tschechischen Außenministeriums haben die Gründer des Instituts von Anfang an Interesse an einem Beitritt Tschechiens bekundet, da das Land über die nötige Expertise verfügt und eine geografische Ausdehnung auf Mittel- und Osteuropa erforderlich ist.

Die Mitgliedschaft ist mit einem jährlichen Beitrag von 50.000 bis 70.000 Euro für den Betrieb der Organisation verbunden, berichtete die Tschechische Nachrichtenagentur.

Das Gründungskomitee des Instituts sieht ein jährliches Budget von mindestens 3 Millionen Euro vor, wobei die Beiträge der einzelnen Länder von der Größe des Landes abhängen und ein Teil der Mittel aus dem privaten Sektor und von Stiftungen stammt.

In diesem Jahr plant das Institut, im Mai oder Juni vor dem Gipfel in Chisinau einen Bericht über die Zukunft der europäischen politischen Gemeinschaft zu veröffentlichen.

Für den Herbst ist ein Bericht über Energiesicherheit und die Geopolitik der Energieressourcen geplant. Auf beide Berichte werden öffentliche Veranstaltungen folgen, die von tschechischen Experten vorbereitet werden.

Das Institut plant auch die Zusammenarbeit mit europäischen Universitäten, darunter die Karls-Universität in Prag.

Das Zentrum soll ab Anfang 2024 voll funktionsfähig sein. Nach Angaben der tschechischen Diplomatie verhandeln auch Dänemark, Rumänien, Portugal und Spanien sowie Vertreter einiger großer Unternehmen und europäischer Stiftungen über einen Beitritt zu dem Institut.