Tschechischer Geheimdienstchef: Russland will Westen mit "allen Mitteln" zerstören

Russland sei ein rein krimineller Staat, der die NATO und die westliche Gemeinschaft mit allen Mitteln zerstören wolle, sagte der Direktor des tschechischen Sicherheitsinformationsdienstes, Michal Koudelka, am Montag (10. Oktober).

EURACTIV.cz
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Auf einer Konferenz über den russischen Einfluss in Europa bestätigte der Chef der tschechischen Militärpolizei, Otakar Foltýn, die Bedrohung durch Russland und bezeichnete es als kriminellen Staat. [Shutterstock/Desrumaux Guillaume]

Russland sei ein rein krimineller Staat, der die NATO und die westliche Gemeinschaft mit allen Mitteln zerstören wolle, sagte der Direktor des tschechischen Sicherheitsinformationsdienstes, Michal Koudelka, am Montag (10. Oktober).

„Russland hat uns als seinen Feind gebrandmarkt. Und Russland will seinen Feind, also uns, die NATO und den Westen, vernichten“, sagte Koudelka.

„Und um dies zu erreichen, wird es alle Mittel und Möglichkeiten nutzen, die es hat“, betonte er. Dabei seien Desinformation eines der mächtigsten Mittel, die Russland einsetze.

Auf einer Konferenz über den russischen Einfluss in Europa bestätigte der Chef der tschechischen Militärpolizei, Otakar Foltýn, die Bedrohung durch Russland und bezeichnete es als kriminellen Staat.

„Die russische Doktrin ist eine des permanenten Konflikts“, sagte Foltýn, der Vergleiche zu Deutschland in der NS-Zeit zog.

Die Russische Föderation werde von rein kriminellen Strukturen geleitet und habe eine rein kriminelle Dimension, so Foltýn, der betonte, dass Tschechien derzeit mit der schlimmsten Sicherheitslage in seiner modernen Geschichte konfrontiert sei.

Koudelka zufolge stifte Russland in den westlichen Demokratien Unruhe, indem es das Narrativ verbreite, dass eine Einigung mit Russland im Energiebereich unerlässlich sei, da die Versorgung in diesem Winter unzureichend sein werde.

Gleichzeitig wolle Russland die Menschen glauben machen, dass die Sanktionen den Europäer:innen mehr schaden als Moskau und dass die Regierungen die Hilfe für ukrainische Flüchtlinge über ihre eigene Bevölkerung stellen würden.

„Eines der größten Risiken in Bezug auf die Aktivitäten der Russischen Föderation ist der Versuch, das gemeinsame Vorgehen der Mitgliedstaaten gegen Russland zu stören“, sagte er.