Über 100 Migranten erreichen spanische Insel Lanzarote auf Floßen
Unter den 103 Migrant:innen, die am Mittwochabend an Bord zweier Schlauchboote auf den spanischen Kanarischen Inseln ankamen, waren elf Frauen und vier Minderjährige.
Unter den 103 Migrant:innen, die am Mittwochabend an Bord zweier Schlauchboote auf den spanischen Kanarischen Inseln ankamen, waren elf Frauen und vier Minderjährige.
Die Insass:innen des einen Bootes, 47 Männer und 11 Frauen aus Afrika südlich der Sahara, wurden 22 km vor Arrecife, der Hauptstadt der Insel Lanzarote, gerettet, so die Seenotrettung, wie La Voz de Lanzarote am Donnerstag berichtete.
Ärzt:innen und andere Ersthelfer:innen waren am Hafen von La Cebolla, um die Gruppe von Migrant:innen, von denen eine schwanger war, in Empfang zu nehmen, die von Tarfaya, Marokko, aus aufgebrochen waren, so der Notruf, der bei den Behörden der spanischen Inselgruppe einging.
Während die Rettung des ersten Floßes im Gange war, ging ein weiteres am Strand von Las Caletas in Teguise an Land, teilte die Rettungsleitstelle von Lanzarote mit.
Die 45 nordafrikanischen Männer an Bord des zweiten Bootes erhielten Hilfe vom Roten Kreuz.
Auch die drei nigerianischen Männer, die am 29. November nach einer 11-tägigen Reise, versteckt auf dem Ruder eines Öltankers, auf den Kanarischen Inseln ankamen, erhielten von den spanischen Behörden die Erlaubnis, im Hafen zu bleiben, nachdem sie Asyl beantragt hatten, berichtet EFE.
Nach einem Krankenhausbesuch wurden zwei Männer an Bord der Alithini II gebracht, aber die spanischen Behörden forderten, dass die Migranten zurückbleiben.
Der dritte Mann, der sich von seiner Dehydrierung erholt, blieb im Krankenhaus, wo er nach einem Besuch eines Mitglieds der Diözese der Kanarischen Inseln um internationalen Schutz bat.
Seit der Nachricht von ihrer Ankunft haben sich die spanische Kommission für Flüchtlinge (CEAR), die katholische Kirche und andere Nichtregierungsorganisationen bemüht, ihre Ausweisung aus dem Land zu verhindern, ohne zumindest ihre Lage zu prüfen.
Seit Anfang 2021 sind mindestens 5.684 Migrant:innen bei dem Versuch, Europa zu erreichen, ums Leben gekommen, berichtete die Internationale Organisation für Migration (IOM) im Oktober.
Etwa 2.836 Menschen starben oder sind auf der zentralen Mittelmeerroute verschollen, über die Migrant:innen aus Libyen, Tunesien und Algerien in der Regel versuchen, nach Italien oder Malta zu gelangen.
Weitere 1.532 kamen auf der westlichen Route zu den spanischen Kanarischen Inseln ums Leben, wie die IOM dokumentierte.