Überschwemmungen in Slowenien fordern 6 Todesopfer

Die schlimmsten Überschwemmungen in Slowenien haben nach Angaben von Behörden und Medien vom Montag mindestens sechs Menschen getötet, Häuser weggerissen und Dörfer mit Trümmern blockiert.

EURACTIV mit Reuters
Heavy rainfalls and flash floods devastate Slovenia
Schwere Regenfälle haben tagelang etwa zwei Drittel der Alpennation heimgesucht, Gebäude und Brücken zerstört und einen geschätzten Schaden von 500 Millionen Euro (549 Millionen Dollar) verursacht. [EPA-EFE/ZIGA ZIVULOVIC JR]

Die schlimmsten Überschwemmungen in Slowenien haben nach Angaben von Behörden und Medien vom Montag mindestens sechs Menschen getötet, Häuser weggerissen und Dörfer mit Trümmern blockiert.

Schwere Regenfälle haben tagelang etwa zwei Drittel der Alpennation heimgesucht, Gebäude und Brücken zerstört und einen geschätzten Schaden von 500 Millionen Euro verursacht.

„Der materielle Schaden ist nicht so wichtig. Das Wichtigste ist, dass wir unser Leben rechtzeitig gerettet haben“, sagte Drago Hudofisk im Dorf Prevalje nahe der Grenze zu Österreich, als er am Wochenende sah, wie sein Haus im Schlamm versank.

„Wir alle wissen, wie das ist, das passiert auf der ganzen Welt“, fügte Hudofisk hinzu, dessen Haus, welches zuvor von seiner achtköpfigen Familie bewohnt wurde, von einem Fluss weggespült wurde. „Wissen Sie, die Natur wehrt sich gegen alles, was wir tun. Das Wasser hat die Macht, alles zu zerstören.“

Tausende von Menschen wurden aus ihren Häusern in Nordwest- und Zentralslowenien evakuiert, während Armee, Feuerwehr und Rettungskräfte versuchten, andere zu befreien und Straßen zu räumen.

Laut der staatlichen Nachrichtenagentur STA, die sich auf Angaben der Polizei beruft, sind seit Freitag sechs Menschen durch die Überschwemmungen ums Leben gekommen, darunter zwei Niederländer, die vermutlich vom Blitz getroffen wurden, und vier Slowenen, die ebenfalls in dem Chaos umgekommen oder ertrunken sind.

Die slowenische Umweltbehörde erklärte, dass die Überschwemmungen am Montag langsam zurückgingen, einige Gebiete aber immer noch von der Außenwelt abgeschnitten seien. Die Bewohner von Dörfern entlang des Flusses Mura mussten am Sonntagabend evakuiert werden, nachdem ein Teil des Deiches zusammengebrochen war.

Die Behörden im Skigebiet Kranj warnten, dass durch beschädigte Abwasserrohre die Gefahr einer Verschmutzung des Flusses Sava besteht, der auch durch Kroatien, Bosnien und Serbien fließt.

Die Europäische Union bot schwere Maschinen und technische Einheiten an. Slowenien forderte außerdem Hubschrauber, Soldaten und vorgefertigte Brücken von dem Militärbündnis NATO an.

Kroatien und Ungarn stellten Hubschrauber zur Verfügung, und Deutschland entsandte ein Katastrophenschutzteam.