Ungarn bezieht nach neuem Abkommen mehr Gas von Russland

Im Rahmen eines neuen Abkommens zwischen Moskau und Budapest wird die russische Gazprom zusätzlich zu den im langfristigen Vertrag vereinbarten Mengen bis zu 5,8 Millionen Kubikmeter Erdgas pro Tag über Serbien liefern.

EURACTIV.com mit Telex
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Der ungarische Außenminister sagte, dass die Liefermenge von "technischen und technologischen Fragen" abhänge und dass das zusätzliche Gas dazu beitragen werde, "die Notwendigkeit zu vermeiden, Beschränkungen im Land aufgrund von Gasmangel einzuführen". [Shutterstock/Maksim Konstantinov]

Im Rahmen eines neuen Abkommens zwischen Moskau und Budapest wird die russische Gazprom zusätzlich zu den im langfristigen Vertrag vereinbarten Mengen bis zu 5,8 Millionen Kubikmeter Erdgas pro Tag über Serbien liefern, so der ungarische Außenminister Péter Szijjártó.

Laut der Ankündigung des Außenministers in den sozialen Medien lieferte Russland im August höchstens 2,6 Millionen zusätzliche Kubikmeter pro Tag. Ab dem 1. September soll diese Menge nun auf 5,8 Millionen Kubikmeter pro Tag erhöht werden, wie das Portal Telex berichtete.

Szijjártó sagte, die Liefermenge hänge von „technischen und technologischen Fragen“ ab und das zusätzliche Gas werde dazu beitragen, „die Notwendigkeit zu vermeiden, Beschränkungen im Land aufgrund von Gasmangel einzuführen.“

Szijjártó war im Juli nach Moskau gereist, um sich um zusätzliche Gaslieferungen zu bemühen, was in den europäischen Hauptstädten für Aufsehen sorgte.

Auf der Pressekonferenz nach den Gesprächen erwähnte der russische Außenminister Sergej Lawrow auch den Krieg und behauptete, die Ukrainer:innen würden sich selbst erschießen, um den Russ:innen die Schuld an ihrem Tod zu geben.

Im Rahmen eines langfristigen Gasvertrags mit Ungarn, der eine Laufzeit von 15 Jahren hat, ist Russland verpflichtet, jährlich 4,5 Milliarden Kubikmeter Gas nach Budapest zu liefern.

Seit Ausbruch des Krieges wurden jedoch nur 50 Prozent der ursprünglich vereinbarten eine Milliarde Kubikmeter über die Pipeline aus Österreich geliefert. Dieses Defizit will die ungarische Regierung mit der neuen über Serbien zu liefernden Menge ausgleichen.