Unternehmen und Gewerkschaften diskutieren über künftige Handelspolitik [DE]
Derweil eine erfolgreiche Wiederaufnahme der Welthandelsrunde angesichts des Sieges der Demokraten bei den US-Kongresswahlen immer unwahrscheinlicher scheint, hat die EU-Kommission eine Stakeholder-Debatte über zukünftige Handelsstrategien organisiert.
Derweil eine erfolgreiche Wiederaufnahme der Welthandelsrunde angesichts des Sieges der Demokraten bei den US-Kongresswahlen immer unwahrscheinlicher scheint, hat die EU-Kommission eine Stakeholder-Debatte über zukünftige Handelsstrategien organisiert.
Während die EU sich einerseits zu den globalen Handelsgesprächen im Rahmen der WTO bekennt, nennt das neue Dokument „Ein wettbewerbsfähiges Europa in einer globalen Welt“ nach dem Aussetzen der Doha-Runde den Abschluss von bilateralen Handelsabkommen als oberste Priorität.
Die Unternehmen sehen dies als einen notwendigen Schritt – einen ‚Plan B’ – um europäischen Unternehmen den Zugang zu neuen Märkten zu sichern und dadurch die Wettbewerbsfähigkeit und das Wachstum in Europa anzukurbeln. NGOs wiederum sehen die neue Handelsstrategie der Kommission als Verrat an dem multilateralen Ansatz und als Versuch, die Interessen der europäischen Wirtschaft auf Kosten der Armen und der Umwelt zu fördern.
Derzeit könnten Bilateralismus und Regionalismus die einzige Möglichkeit für die europäische Handelspolitik sein, da ein erfolgreicher Abschluss der Doha-Runde nach dem Sieg der Demokraten bei den US-Kongresswahlen am 7. November 2006 zunehmend unwahrscheinlich erscheint (siehe EURACTIV 7. November 2006). Einige Demokraten sind dem Freihandel gegenüber sehr skeptisch eingestellt.