Verbrenner-Aus: Škoda drängt auf Plug-in-Hybride nach 2035
Škoda hat gefordert, den Einsatz von Plug-in-Hybriden und alternativen Kraftstoffen über das EU-Verbot von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor im Jahr 2035 hinaus zuzulassen. Damit plädiert das Unternehmen für einen flexibleren Ansatz beim Übergang zur Elektromobilität.
Prag – Škoda hat gefordert, den Einsatz von Plug-in-Hybriden und alternativen Kraftstoffen über das EU-Verbot von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor im Jahr 2035 hinaus zuzulassen. Damit plädiert das Unternehmen für einen flexibleren Ansatz beim Übergang zur Elektromobilität.
Klaus Zellmer, Vorstandsvorsitzende von Škoda Auto, betonte Ende letzter Woche nach einem Treffen mit dem tschechischen Industrie- und Handelsminister Lukáš Vlček die Notwendigkeit, die EU-Vorschriften zu lockern.
Laut dem Vorstandsvorsitzenden wollen die Kunden zwischen verschiedenen Antriebsarten wählen können – nicht nur zwischen Elektroautos.
Um weiterhin wirtschaftlich erfolgreich zu sein, müssen Kundenpräferenzen respektiert und technologische Optionen offengehalten werden, sagte Zellmer.
Škoda Auto, Teil des Volkswagen-Konzerns, ist einer der wichtigsten Industrieakteure in Tschechien. Der Automobilsektor beschäftigt vor Ort direkt und indirekt fast eine halbe Million Menschen, trägt 24 Prozent zu den Exporten des Landes bei und macht neun Prozent des Bruttoinlandsproduktes aus.
Bei einer Lockerung von EU-Vorschriften für Autos steht die tschechische Regierung fest an der Seite der Industrie. Im vergangenen Jahr schloss sich Tschechien dem Aufruf Italiens an, das EU-Ziel, den Verkauf von Autos mit Verbrennungsmotoren bis 2035 zu verbieten, zu überprüfen. In dem gemeinsamen Vorschlag wurde auch die Notwendigkeit hervorgehoben, Strafen für die Nichteinhaltung des Emissionsziels für 2025 anzugehen.
Die Automobilindustrie sei das Rückgrat der tschechischen Wirtschaft und eine wichtige Quelle für Innovation und Arbeitsplätze, sagte Vlček. Der gemeinsame Vorschlag mit Italien, sei ein wichtiger Schritt, um die Wettbewerbsfähigkeit unserer Industrie auf dem Weltmarkt zu sichern.
EU-Klimakommissar Wopke Hoekstra schien bei einer kürzlichen Diskussion wesentliche Änderungen an den CO2-Vorschriften für Autos für 2025 und 2035 jedoch auszuschließen.
Hoekstra sagte, dass nur eine begrenzte Änderung zur Einbeziehung von E-Kraftstoffen in Betracht gezogen werde.
[Bearbeitet von Kjeld Neubert]