Verdopplung der Energiepreise könnte Hälfte der slowakischen Unternehmen ins Minus treiben

Wenn die Energiepreise um die Hälfte steigen, würde dies den Anteil der verlustbringenden Unternehmen in der Slowakei von 28 Prozent auf 41 Prozent hochtreiben. Weitere sechs Prozent würden keine Gewinne mehr erzielen, so eine neue Studie der Slowakischen Nationalbank (NBS).

EURACTIV.sk
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Der Studie zufolge würden nur 3 Prozent der energieintensiven Unternehmen in der Slowakei ohne Ausgleichsmaßnahmen und bei einer Verdoppelung der Preise keine Verluste verzeichnen. [ [Shutterstock/Daniele Mezzadri]]

Wenn die Energiepreise um die Hälfte steigen, würde dies den Anteil der verlustbringenden Unternehmen in der Slowakei von 28 Prozent auf 41 Prozent hochtreiben. Weitere sechs Prozent würden keine Gewinne mehr erzielen, so eine neue Studie der Slowakischen Nationalbank (NBS).

Der Studie zufolge würden nur drei Prozent der energieintensiven Unternehmen in der Slowakei ohne Ausgleichsmaßnahmen und bei einer Verdoppelung der Preise keine Verluste verzeichnen.

Energieintensive Unternehmen sind solche, bei denen die Energiekosten mindestens 15 Prozent der Gesamtkosten ausmachen. Fünf Prozent der Unternehmen in der Slowakei fallen in diese Kategorie.

Die slowakische Wirtschaft ist im Vergleich zu anderen EU-Ländern relativ energieintensiv, erklären die Autoren der Studie, Ján Klacso und Tibor Lalinský. Das bedeutet, dass sie besonders anfällig für steigende Strom- und Gaspreise ist.

Die beiden Autoren gehen davon aus, dass die Unternehmen nicht in der Lage sein werden, die hohen Energiepreise in anderen Bereichen zu kompensieren, und dass sie diese Preise auf ihre Kund:innen abwälzen müssen.

„Die Sektoren arbeiten nicht unabhängig voneinander; die Vorleistungen der energieintensiven Sektoren sind wichtige Faktoren für andere Sektoren“, so Klasco und Lalinský. Der Energiepreisschock werde sich schnell bemerkbar machen, vor allem in der inländischen verarbeitenden Industrie und im Dienstleistungssektor. Am stärksten würden die Preise in den Bereichen Verkehr, Lagerung und Bergbau steigen.

Die Industrie im Land hofft deshalb auf EU-Maßnahmen. Nachdem Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen Sofortmaßnahmen und eine Strukturreform des Strommarktes angekündigt hat, sind die Energiepreise deutlich gesunken. Sie sind jedoch immer noch wesentlich höher als im vergangenen Jahr.

Unterdessen schlug das slowakische Wirtschaftsministerium vor, sowohl die Strom- als auch die Gaspreise zu deckeln.