Albanischer Premierminister verspricht höhere Löhne
Der albanische Premierminister Edi Rama sagte am Montag, dass eine weitere Erhöhung des Mindestlohns bevorstehen könnte, um ausgewählten Gruppen bei der Bekämpfung der gestiegenen Lebenshaltungskosten zu unterstützen.
Der albanische Premierminister Edi Rama sagte am Montag, dass eine weitere Erhöhung des Mindestlohns bevorstehen könnte, um ausgewählte Gruppen bei der Bekämpfung der gestiegenen Lebenshaltungskosten zu unterstützen.
Albanien ist eines der ärmsten Länder Europas, und derzeit lebt die Hälfte der Bevölkerung entweder in Armut oder ist gefährdet, in die Armut zu geraten. Die Lebenshaltungskosten sind seit der COVID-19-Pandemie sprunghaft angestiegen und wurden durch den Einmarsch Russlands in der Ukraine noch weiter verschärft.
Nach Angaben des albanischen Statistikamtes INSTAT sind im Zeitraum 2021-2022 12,6 Prozent der erwerbstätigen Albaner:innen von Armut bedroht seien. Bei den Arbeitslosen ist das Armutsrisiko höher und erreicht 39 Prozent, bei den Rentner:innen ist es mit rund 14 Prozent geringer.
„Ich habe nicht aufgehört, mit meinem Team zu kommunizieren, insbesondere mit dem Finanzministerium, um neue Unterstützungsmaßnahmen zu entwickeln. Angefangen von neuen Mindestlöhnen bis hin zu Löhnen für besondere Personalkategorien, Wohnbeihilfen für Ärzte, Soldaten und Polizisten, die eine neue Familie gründen“, sagte er.
Rama fügte hinzu, dass frühere Hilfspakete zwar geholfen haben, dass aber diejenigen, die von einem Mindestlohn leben, immer noch zu kämpfen haben.
„Es besteht kein Zweifel, dass dies immer noch notwendig ist. Vor allem diejenigen, die im privaten Sektor mit Mindestlöhnen arbeiten, insbesondere in der Produktion, sollten mehr Geld bekommen, und zwar so schnell wie möglich“, sagte er.
Ein Zeitplan für die Erhöhungen wurde nicht genannt, außer dass sie bald bekannt gegeben werden sollen.
Im April finden in Albanien Kommunalwahlen statt, bei denen die oppositionelle Demokratische Partei nach ihrem Boykott der Kommunalwahlen 2019 wieder an die Urnen gehen wird.