Angriff auf bulgarisches Kulturzentrum: Sofia fordert Taten von Skopje
Bulgarien zeigte sich ernsthaft besorgt über den Angriff auf sein Kultur- und Informationszentrum in Skopje. Das bulgarische Außenministerium erklärte, der Angriff habe inmitten einer laufenden "anti-bulgarischen Kampagne" in Nordmazedonien stattgefunden.
Bulgarien hat sich infolge eines Angriffs auf sein Kultur- und Informationszentrum in Skopje besorgt gezeigt. Er habe inmitten einer laufenden „anti-bulgarischen Kampagne“ in Nordmazedonien stattgefunden, so das Außenministerium.
In der Nacht zum Donnerstag brachen Unbekannte in die neuen Räumlichkeiten des Zentrums ein, das Ende letzten Jahres eröffnet worden war. Bei dem Vorfall wurde ein Teil des Gebäudes beschädigt, und die Polizei ermittelt noch, was genau passiert ist. Einige der Computer der Einrichtung sind verschwunden.
Nach dem Vorfall forderte Sofia Skopje auf, zu zeigen, dass Übergriffe auf bulgarische Vertretungen „absolut inakzeptabel sind und mit der ganzen Härte des Gesetzes verfolgt werden.“
„Es ist von besonderer Bedeutung, den Tätern solcher Taten nicht das Gefühl der Straffreiheit zu geben, wofür sowohl eine wirksame Rechtsprechung als auch die von den Politikern geschaffene öffentliche Darstellung wichtig sind.“
Die beiden Länder haben vor zwanzig Jahren ein Abkommen über die Eröffnung der Kultur- und Informationszentren geschlossen und sich verpflichtet, das normale Funktionieren der Kultur- und Informationszentren in den beiden Hauptstädten zu gewährleisten.
Im vergangenen Jahr akzeptierte Bulgarien einen Vorschlag Frankreichs und erklärte sich bereit, sein Veto gegen die Aufnahme von EU-Verhandlungen mit Nordmazedonien aufzuheben – allerdings nur, wenn die Bulgaren als staatsbildende Nation in die Verfassung Nordmazedoniens aufgenommen werden.
Die größte Oppositionspartei VMRO-DPMNE lehnt die Umsetzung dieser Bedingung ab und blockiert Änderungen an der Verfassung.