Audi wappnet sich in Ungarn für Kriegsfolgen
Aufgrund der Abhängigkeit von ukrainischen Lieferanten erwartet das Audi-Werk im ungarischen Győr in den nächsten Tagen erhebliche Probleme bei der Ersatzteilversorgung, berichtete Telex am Mittwoch.
Aufgrund der Abhängigkeit von ukrainischen Lieferanten erwartet das Audi-Werk im ungarischen Győr in den nächsten Tagen erhebliche Probleme bei der Ersatzteilversorgung, berichtete Telex am Mittwoch.
Das ungarische Werk konnte seine Kunden in dieser Woche ohne Probleme bedienen. Es ist jedoch nicht sicher, ob dies auch in der nächsten Woche der Fall sein wird.
Die Autoindustrie macht 4,5 Prozent des ungarischen Bruttoinlandsprodukts aus, wobei sich Werke großer europäischer Automobilhersteller wie Mercedes-Benz und Audi im Land befinden.
Allein Audi beschäftigt fast 13.000 Menschen in Ungarn und erwirtschaftet mit einem Jahresumsatz von 8,5 Milliarden Euro etwa 1,5 Prozent des BIP des Landes.
Das Werk ist der zentrale Motorenlieferant des Volkswagen-Konzerns. Wenn also die Produktion des Motorenwerks eingeschränkt werden muss, wird sich dies auf Audi und alle VW-Marken auswirken.
Laut Telex kauft Audi Ungarn die Kabelbäume für die Motorenproduktion und Sitzbezüge von seinen ukrainischen Lieferanten. Angeblich erhält das Unternehmen bereits jetzt kaum noch diese Teile, konnte den Ausfall aber bisher durch Lagerbestände ausgleichen.
Auf die Frage von Telex, ob es bereits Probleme mit der Ersatzteilversorgung gebe, antwortete Audi Ungarn:
„In der Tat: Wir haben bereits Lieferprobleme, die Einkaufsabteilung des Unternehmens sucht nach einer Lösung, um die Ersatzteilversorgung zu normalisieren.“
Der VW-Konzern hat gestern angekündigt, dass die Produktion in seinem Werk in Zwickau ab Dienstag und in Dresden ab Mittwoch eingestellt wird.