Bericht der Deutschen Energie-Agentur zur Windenergie löst hitzige Debatte aus

Ein Bericht der Deutschen Energie-Agentur (dena), der Wege zur Integration der Windenergie in das elektrische Verbundsystem in Deutschland aufzeigt, hat ein hitzige Debatte ausgelöst. Nach Aussagen eines leitenden Angestellten der Agentur würden Maßnahmen wie Wärmedämmung bei Häusern günstigere Verringerungen des CO2-Ausstoßes ermöglichen als die relativ teure Windkraft. 

Ein Bericht der Deutschen Energie-Agentur (dena), der Wege
zur Integration der Windenergie in das elektrische Verbundsystem in
Deutschland aufzeigt, hat ein hitzige Debatte ausgelöst. Nach
Aussagen eines leitenden Angestellten der
Agentur würden Maßnahmen wie Wärmedämmung bei Häusern
günstigere Verringerungen des CO2-Ausstoßes ermöglichen als
die relativ teure Windkraft. 

Die Debatte über die Maßnahmen, die
der wachsende Elektrizitätsnachfrage in Europa am besten
gerecht werden und gleichzeitig den CO2-Ausstoß auf einem Niveau
halten, der mit den im Rahmen des Kyoto-Protokolls
eingegangenen Verpflichtungen vereinbar ist, ist mit
Veröffentlichung der dena-Studie erneut angeheizt worden. 

Der Bericht zeigt, dass 20 Prozent Anteil erneuerbarer Energien
an der Stromversorgung in Deutschland „machbar“ sei, sofern das
vorhandene Stromversorgungssystem verstärkt und weiter ausgebaut
werde. Auf diese Weise könnten 2015 20 bis 40 Millionen Tonnen
CO2-Emissionen vermieden werden, so der Bericht. 

Insgesamt würden die Mehrkosten durch den Windenergieausbau im
Kraftwerkspark nach dena-Schätzungen im Jahr 2015 zwischen 1,6 und
2,3 Milliarden Euro betragen. Bis 2015 würden die Stromkosten
für private Haushalte demnach auf 0,39 und 0,49 Cent je kWh
steigen. Die Kosten für die Vermeidung von CO2-Ausstoß durch die
Windenergie würden bis zum Jahr 2015 auf eine Bandbreite zwischen
41 und 77 Euro pro Tonne CO2 sinken.