Bulgarien bei Einführung des Euro gespalten
Zwei von drei bulgarischen Unternehmer:innen befürworten den Beitritt zur Eurozone im Jahr 2024, um den Euro einzuführen. Ein Großteil der Bevölkerung ist allerdings gegen die Einführung, wie eine aktuelle Studie zeigt.
Zwei von drei bulgarischen Unternehmer:innen befürworten den Beitritt zur Eurozone im Jahr 2024, um den Euro einzuführen. Ein Großteil der Bevölkerung ist allerdings gegen die Einführung, wie eine aktuelle Studie zeigt.
Die Studie, die von Alfa Research Anfang November durchgeführt wurde, um die Zustimmung zur Einführung des Euro in Bulgarien zu messen, wurde am Montag veröffentlicht.
Die bulgarischen Unternehmer:innen haben hohe Erwartungen an die Einführung des Euro: 59 Prozent von ihnen erwarten positive Auswirkungen auf die Wirtschaft des Landes, und 61 Prozent glauben, dass sich die Einführung positiv auf ihr eigenes Unternehmen auswirken wird, so die Studie.
In der Bevölkerung löst die Einführung des Euro jedoch Ängste aus: Nur 34 Prozent der Bulgar:innen befürworten den Übergang, 23 Prozent lehnen ihn ab und 27 Prozent sind völlig dagegen. Während die meisten einen Anstieg der Warenpreise befürchten (69 Prozent), fürchten viele andere die Gefahr von Betrug und künstlichen Preiserhöhungen durch skrupellose Händler:innen (57 Prozent), während andere glauben, dass die Einführung des Euro nur die Inflation anheizen würde (55 Prozent).
Fast ein Drittel der Befragten gibt an, dass es weitere Probleme geben wird, die jedoch kurzfristig und überwindbar sind. Weitere 28 Prozent gaben an, dass sie die Einführung des Euro befürworten würden, wenn der Übergang zum Euro gut organisiert wäre.
Der Umfrage zufolge könnte sich die Unterstützung für die Währung in der Tat vermehren, wenn die Hauptprobleme der Organisation und der Bekämpfung unlauterer Praktiken angegangen würden.
Dennoch sind viele der Ansicht, dass die Einführung des Euro in der Wirtschaft eine Reihe positiver Auswirkungen haben würde. So erwarten 59 Prozent eine einfachere und bequemere Bezahlung bei Auslandsreisen, was angesichts der zunehmenden Mobilität der bulgarischen Bürger:innen von großer Bedeutung ist. Insgesamt 37 Prozent setzen auf eine Zunahme des Handels mit anderen Ländern.
Zu denjenigen, die den Beitritt zur Eurozone am meisten befürworten, gehören Menschen aus größeren Städten mit höherer Bildung, höherem sozialen Status und höherem Einkommen.