Bulgarischer Botschafter kehrt nach Nordmazedonien zurück

Bulgarien hat seinen Botschafter wieder nach Nordmazedonien geschickt. Dieser war kürzlich angesichts verstärkter Spannungen zwischen den beiden Ländern zurückgerufen worden.

EURACTIV.bg
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Bulgarien hatte seinen Botschafter zu Konsultationen nach Sofia abgezogen, nachdem der Sekretär des umstrittenen bulgarischen Kulturklubs "Zar Boris III" in Ohrid, Christian Pendikow, angegriffen worden war. Die Behörden in Skopje bezeichneten diesen Schritt als "unverhältnismäßig." [Shutterstock/Bennian]

Bulgarien hat seinen Botschafter wieder nach Nordmazedonien geschickt. Dieser war kürzlich angesichts verstärkter Spannungen zwischen den beiden Ländern zurückgerufen worden.

Bulgarien hatte seinen Botschafter nach Sofia zurückgerufen, nachdem der Sekretär des umstrittenen bulgarischen Kulturklubs „Zar Boris III“ in Ohrid, Christian Pendikow, angegriffen worden war. Die Behörden in Skopje bezeichneten den Schritt als „unverhältnismäßig.“

Die Krise spitzte sich weiter zu, als der Präsident Nordmazedoniens, Stevo Pendarovski, einige bulgarische Abgeordnete und Politiker:innen aufforderte, nicht in das Land einzureisen, da er ihnen Einflussnahme im Sinne Russlands und destabilisierende Absichten unterstellte.

Hierauf folgte eine vermeintliche Morddrohung gegen den mazedonischen Präsidenten durch einen bulgarischen Abgeordneten.

„Als Ausdruck des Wunsches der bulgarischen Seite, einen Ansatz zur Deeskalation der Spannungen in den bilateralen Beziehungen zu finden, hält sich Botschafter Angel Angelow derzeit in der Republik Nordmazedonien auf und übt seine Funktionen im Nachbarland aus“, erklärte das bulgarische Außenministerium am Dienstag (31. Januar).

Zuvor hatten die USA Bulgarien und Nordmazedonien aufgefordert, Spannungen abzubauen und die bilateralen Streitigkeiten zu lösen.

Man rufe die beiden Länder dazu auf, „die Rhetorik zwischen ihnen abzubauen und ihre bilateralen Streitigkeiten rasch zu lösen. Die Zukunft der Republik Mazedonien liegt in der EU. Die Vereinigten Staaten unterstützen weiterhin die vollständige euro-atlantische Integration des Landes“, heißt es in der Stellungnahme des Außenministeriums, die in der mazedonischen Ausgabe der „Voice of America“ veröffentlicht wurde.

Es wird erwartet, dass die beiden Länder in dieser Woche über gemeinsame Maßnahmen zur Beruhigung der Situation diskutieren werden.

Die wichtigste von Bulgarien gestellte Bedingung für die Aufnahme von EU-Beitrittsverhandlungen mit Nordmazedonien ist die Aufnahme der bulgarischen Minderheit in die mazedonische Verfassung. Aufgrund des Widerstands der größten Oppositionspartei VMRO-DPMNE scheint die Umsetzung dieser Forderung jedoch vorerst unmöglich.