EKR-Mitbegründer will EU-Parlament verlassen

Der tschechische konservative Europaabgeordnete und Mitbegründer der Fraktion der Europäischen Konservativen und Reformer (EKR) Jan Zahradil wird bei den EU-Wahlen 2024 kein weiteres Mandat anstreben, wie er am Montag in Prag bekannt gab.

EURACTIV.cz
European Parliament in Strasbourg
Zahradil vertritt den konservativeren Zweig der tschechischen Bürgerlich-Demokratischen Partei (ODS, EKR), die jetzt die stärkste Partei in der Regierungskoalition ist. [ EPA-EFE/PATRICK SEEGER]

Der tschechische konservative Europaabgeordnete und Mitbegründer der Fraktion der Europäischen Konservativen und Reformer (EKR) Jan Zahradil wird bei den EU-Wahlen 2024 kein weiteres Mandat anstreben, wie er am Montag in Prag bekannt gab.

Zahradil vertritt den konservativeren Zweig der tschechischen Bürgerlich-Demokratischen Partei (ODS, EKR), die jetzt die stärkste Partei in der Regierungskoalition ist.

Er wird bis zu den Wahlen im Juni 2024 Mitglied des Parlaments bleiben. Allerdings wird er als Leiter der tschechischen Delegation in der EKR sofort von der Abgeordneten Veronika Vrecionová abgelöst. Vrecionová wird auch Vizepräsidentin von ODS werden, eine Position, die bisher von Zahradil ausgeübt wurde.

ODS ist die Partei des tschechischen Premiers Petr Fiala.

„Das ist etwas, worüber ich schon lange nachgedacht habe. In der Politik hat man selten den Luxus, selbst zu entscheiden, wann und unter welchen Bedingungen man ein Kapitel der politischen Tätigkeit beendet. Zum Glück ist mir das jetzt passiert“, sagte der tschechische konservative Abgeordnete.

Im Jahr 2009 wurde Zahradil zum Vorsitzenden der Allianz der Konservativen und Reformer in Europa (ACRE) gewählt, die sich später in die EKR-Partei umwandelte. Seine Nachfolgerin als EKR-Vorsitzende ist die italienische Ministerpräsidentin und Vorsitzende der Fratelli di Italia, Giorgia Meloni.

Bei den EU-Wahlen 2019 war er der Spitzenkandidat der EKR für den Posten des Präsidenten der EU-Kommission.

Zahradil will sich nun auf die tschechische nationale Politik konzentrieren und die Stimme der Nationalkonservativen innerhalb der Regierungspartei ODS stärken.