EU genehmigt Kauf von Downtown durch Universal Music mit Bedingungen

Die Übernahme im Wert von 775 Millionen US-Dollar (654 Millionen Euro), die der Kommission im Juni 2025 gemeldet wurde, führte zu einer Untersuchung, nachdem Branchenakteure Bedenken geäußert hatten.

EURACTIV.com
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Universal Music Group (UMG) darf Downtown kaufen. [Foto: ullstein bild via GettyImage]

Die Europäische Kommission hat am Freitag die Übernahme von Downtown Music durch die Universal Music Group (UMG) unter der Bedingung genehmigt, dass der Musikverlagsriese die Lizenzgebührenabrechnungsplattform Curve von Downtown vollständig veräußert.

Die Transaktion wurde nach einer eingehenden Untersuchung genehmigt, die zu dem Schluss kam, dass die Eigentümerschaft von UMG an Curve, das die Informationen zwischen Labels und Künstlern verarbeitet, Wettbewerbsrisiken auf dem Markt für den Großhandel mit Tonträgern mit sich bringt, da UMG Zugang zu wirtschaftlich sensiblen Informationen von Wettbewerbern erhalten könnte.

Trotz dieser Feststellung kam die Kommission zu dem Schluss, dass die Transaktion keine weiteren Wettbewerbsbedenken aufwirft, da es mehrere Wettbewerber gibt, darunter Sony Music und Warner.

Die EU-Exekutive entschied außerdem, dass die Transaktion die Verhandlungsposition von UMG bei Lizenzverhandlungen mit Streaming-Plattformen wie Spotify, Apple Music und Amazon Music nicht wesentlich verändern würde.

„Ein entscheidender Schritt, um sensible Daten zu schützen“

„Mit der Auflage, Curve zu veräußern, unternehmen wir einen entscheidenden Schritt, um sensible Daten zu schützen und zu verhindern, dass sie von einem großen Wettbewerber kontrolliert werden“, erklärte Valdis Dombrovskis, EU-Kommissar für Vereinfachung, in einer Stellungnahme.

Die Übernahme im Wert von 775 Millionen US-Dollar (654 Millionen Euro), die der Kommission im Juni 2025 gemeldet wurde, führte zu einer eingehenden Untersuchung, nachdem Branchenakteure Bedenken geäußert hatten, dass sie den Wettbewerb beeinträchtigen könnte.

Das unabhängige Musiklabel Impala hat sich seit Bekanntgabe der Transaktion lautstark gegen den Deal ausgesprochen. Nachdem UMG der Kommission im Dezember 2025 Abhilfemaßnahmen vorgeschlagen hatte, forderte Impala die EU auf, den Deal vollständig zu blockieren, da die Wettbewerbsrisiken über den Zugang von Curve zu sensiblen Daten hinausgingen.

(nl)