EU-Gipfel bekennt sich nach Trumps Ausstieg zu Klima-Abkommen

Die EU rüttelt trotz der Abkehr von US-Präsident Donald Trump nicht am Pariser Klimaschutzabkommen.

Berlin will das Erneuerbare-Energien-Gesetz reformieren.
Die EU-Staaten wollen trotz der Absage der USA an den Pariser Klimazielen festhalten. [<a href="https://www.flickr.com/photos/daveclarkecb/3122561113/" target="_blank" rel="noopener">[David Clarke/Flickr]</a>]

Die EU-Staaten haben sich auf dem Gipfel in Brüssel auch nach dem Ausstieg der USA unter Präsident Donald Trumps hinter das Pariser Klima-Abkommen.

Die Europäische Union rüttelt trotz der Abkehr von US-Präsident Donald Trump nicht am Pariser Klimaschutzabkommen.

Die Vereinbarung bleibe eine der zentralen Maßnahmen im Kampf gegen den Klimawandel und könne nicht neu verhandelt werden, hieß es in einer Erklärung des Europäischen Rates am Donnerstagabend in Brüssel. Letzteres hatte Trump gefordert.

Die 28 Staats- und Regierungschefs der Union bekräftigten zugleich ihren Willen zur Zusammenarbeit. Dabei wolle die EU insbesondere stark vom Klimawandel betroffenen Ländern unter die Arme greifen. Der Ministerrat und die EU-Kommission sollten sich nun Gedanken machen, wie diese Ziele erreicht werden könnten. Die Brüsseler Erklärung ist rechtlich nicht bindend, gibt aber die Richtung für die weitere Politik der EU vor.

Das Ende 2015 von 195 Ländern in Paris vereinbarte Übereinkommen hat zum Ziel, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit zu begrenzen. Trump hatte Anfang des Monats erklärt, die USA würden aussteigen und alle Zahlungen für den Kampf gegen die Erderwärmung an andere Länder einstellen. „Unter dem Strich ist das Abkommen in extremem Maße unfair gegenüber den USA“, hatte er die Entscheidung begründet.