Europas größter Solarpark wird in Portugal eröffnet

Portugal wird mit rund 1.200 Megawatt an Leistung den wohl größten Solarpark in ganz Europa erhalten. Das Photovoltaikprojekt erhielt am Dienstag (31. Januar) grünes Licht von den portugiesischen Behörden.

Lusa.pt
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In einer Erklärung teilte das spanische Unternehmen Iberdrola mit, dass die von der portugiesischen Umweltbehörde (APA) erteilte Umweltlizenz den Bau des "größten Photovoltaikprojekts in Europa und des fünftgrößten der Welt" ermöglicht. [Shutterstock/Love Silhouette]

Portugal wird mit rund 1.200 Megawatt an Leistung den wohl größten Solarpark in ganz Europa erhalten. Das Photovoltaikprojekt erhielt am Dienstag (31. Januar) grünes Licht von den portugiesischen Behörden.

In einer Erklärung teilte das spanische Unternehmen Iberdrola mit, dass die von der portugiesischen Umweltbehörde (APA) erteilte Umweltlizenz den Bau des „größten Photovoltaikprojekts in Europa und des fünftgrößten der Welt“ ermöglicht.

Das Unternehmen erklärte, dass es davon ausgeht, dass die künftige Infrastruktur mit einer installierten Leistung von 1.200 Megawatt im Jahr 2025 in Betrieb genommen wird und dass durch den Bau bis zu 2.500 Arbeitsplätze geschaffen werden.

Der Solar-Photovoltaik-Park mit dem Namen Fernando Pessoa wird „saubere, billige und lokal erzeugte Energie liefern, die ausreicht, um den Jahresbedarf von rund 430.000 Haushalten zu decken, was fast der doppelten Einwohnerzahl der Stadt Porto entspricht“, hieß es.

Laut Iberdrola wird die Anlage, deren Anschluss an das Stromnetz mit dem portugiesischen Betreiber REN vertraglich vereinbart wurde, den Verbrauch von 370 Millionen Kubikmetern Gas pro Jahr vermeiden. Dies entspricht der Menge, die erforderlich ist, um die gleiche Menge an Energie in einem kombinierten Zyklus zu erzeugen.

„Was den Schutz der biologischen Vielfalt betrifft, so können die Flächen von den örtlichen Schäfer:innen als Weideland für die Schafzucht genutzt werden, und es werden Bienenstöcke aufgestellt, was zur Verbesserung der Stabilität der Ökosysteme und zur Steigerung der Ernteerträge auf den umliegenden landwirtschaftlichen Flächen beitragen wird“, fügten die Unternehmen hinzu.

In diesem Zusammenhang werden in der Umgebung der Infrastruktur Eukalyptusbäume durch einheimische Bäume ersetzt.

Das Projekt umfasst ein sozioökonomisches Aktionsprogramm, das neben der Versorgung der umliegenden Gemeinden mit Solarenergie auch Maßnahmen wie Berufsausbildung im Energiebereich oder die Unterstützung des Tourismussektors vorsieht, heißt es weiter.

Das Programm sieht außerdem die Installation von knapp zwei Millionen Photovoltaik-Solarzellen vor, die sich auf vier Teilparks mit einer Fläche von fast 1.245 Hektar verteilen, wie aus dem Dokument hervorgeht, das die portugiesische Nachrichtenagentur Lusa zum Zeitpunkt der öffentlichen Anhörung einsehen konnte.

Iberdrola will zudem in nächsten Jahren weitere 3 Milliarden Euro in die Wind- und Solarenergie in Portugal investieren.