Finnland: Forderungen nach Ermittlungen gegen russlandfreundliche Politiker

Sechs Monate vor den finnischen Wahlen werden die Forderungen nach Ermittlungen gegen Politiker:innen mit Verbindungen zu Russland lauter.

Euractiv.com
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Ohisalos Forderung erfolgte, nachdem die Zeitung Helsingin Sanomat einen längeren Artikel über die Lobbyarbeit für die Nord Stream-Gaspipelines in den frühen 2000er Jahren veröffentlicht hatte, in dem die Beteiligung der ehemaligen Ministerpräsidenten Paavo Lipponen und Esko Aho hervorgehoben wurde. [EPA/KIMMO BRANDT]

Sechs Monate vor den finnischen Wahlen werden die Forderungen nach Ermittlungen gegen Politiker:innen mit Verbindungen zu Russland lauter.

Die Vorsitzende der Grünen, Maria Ohisalo, twitterte, dass die jüngste Geschichte der Ostpolitik Deutschlands und Finnlands aufgearbeitet werden müsse.

Die Zeitung Helsingin Sanomat hatte zuvor einen längeren Artikel über die Lobbyarbeit für die Nord Stream-Gaspipelines in den frühen 2000er Jahren veröffentlicht, in dem die Beteiligung der ehemaligen Ministerpräsidenten Paavo Lipponen und Esko Aho hervorgehoben wurde.

„Zwei ehemalige finnische Ministerpräsidenten haben als Lobbyisten für vom Kreml kontrollierte Unternehmen angeheuert“, schrieb Ohisalo in ihrem Tweet.

Lipponen, der von 2003 bis 2007 Parlamentsvorsitzender war, wurde damals laut Helsingin Sanomat vom ehemaligen deutschen Bundeskanzler Gerhard Schröder und dem ehemaligen Stasi-Offizier Matthias Warnig auf die Gehaltsliste von Gazprom gesetzt.

Aho, der von 1991 bis 1995 Ministerpräsident war, trat 2016 in den Vorstand der russischen Sberbank ein und unterhält enge Beziehungen zu Russland.

Beide waren bis zu diesem Jahr bei russischen Unternehmen tätig.