Finnland will 10 Prozent des Wasserstoffs der EU produzieren
Finnlands Region Nordösterbotten sei in der Lage, bis zum Jahr 2030 "mindestens" ein Zehntel des klimafreundlichen Wasserstoffs in der EU zu produzieren, heißt es in einer Studie.
Finnlands Region Nordösterbotten sei in der Lage, bis zum Jahr 2030 „mindestens“ ein Zehntel des klimafreundlichen Wasserstoffs in der EU zu produzieren, heißt es in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie des Technischen Forschungszentrums Finnlands.
Die Studie wurde am Mittwoch vom Technischen Forschungszentrum (VTT) anlässlich einer Veranstaltung mit dem Titel „Northern Power – H2 NOW!“ veröffentlicht.
Die Wasserstoffproduktion in Nordösterbotten könnte die Ziele der Wasserstoffpolitik der finnischen Regierung erfüllen, nach der das Land mindestens eine Megatonne emissionsfreien Wasserstoff produzieren will, was 10 Prozent des EU-Ziels bis 2030 entsprechen würde.
Dies wird dem Bericht zufolge auf die wachsende Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien in der Region zurückzuführen sein, da Wind- und Sonnenenergie zur Herstellung von emissionsfreiem Wasserstoff aus Wasser genutzt werden können.
Gleichzeitig wird in der Studie auch ein Hindernis für das Wachstum hervorgehoben, das als „Henne und Ei“-Problem der Technologieeinführung bezeichnet wird und auf die mangelnde Nachfrage nach grünem Wasserstoff hinweist, die zu einem Mangel an Investitionen und Unsicherheiten hinsichtlich der Verfügbarkeit führt.
Der Studie zufolge könnte dies durch ein Ökosystem gelöst werden, in dem Akteure aus verschiedenen Bereichen der Wasserstoff-Wertschöpfungskette Synergien schaffen, um Investitionen anzukurbeln.
Um den europäischen Wasserstoffplänen gerecht zu werden, werden derzeit Pipelines geplant, die Nordösterbotten an ein paneuropäisches Wasserstoff-Pipelinenetz anschließen.
Gasgrid Finland ist unter anderem an der Entwicklung von drei Wasserstoffinfrastrukturprojekten beteiligt, die, wenn sie realisiert werden, die Region mit Ländern wie Schweden und Deutschland verbinden würden.