Finnland will staatliches Glücksspielmonopol abschaffen
Der finnische Staat arbeitet daran, sein seit acht Jahrzehnten bestehendes Monopol auf dem Glücksspielmarkt aufzugeben. Vor den anstehenden Wahlen wollen drei größten Parteien des Landes einen letzten Versuch unternehmen, den Sektor zu reformieren.
Der finnische Staat arbeitet daran, sein seit acht Jahrzehnten bestehendes Monopol auf dem Glücksspielmarkt aufzugeben. Vor den anstehenden Wahlen wollen drei größten Parteien des Landes einen letzten Versuch unternehmen, den Sektor zu reformieren.
Als eines der letzten europäischen Länder, das sein Monopol auf dem Glücksspielmarkt beibehält, steht Finnland mit dem staatlichen Unternehmen Veikkaus unter dem Druck ausländischer Online-Unternehmen, die in Finnland nicht registriert sind und keine Steuern zahlen, aber dennoch frei agieren können, während Veikkaus an Vorschriften gebunden ist.
Vertreter:innen der Nationalen Koalitionspartei, der Finnischen Partei und den Sozialdemokraten, haben sich inzwischen dazu bekannt, dass Reformen nötig seien.
Sie haben angekündigt, die Glücksspielgesetze noch vor den Parlamentswahlen im April zu überarbeiten und dem nächsten Parlament und der nächsten Regierung die Schlüssel für die Durchführung der Reform zu übergeben.
Finnland könnte ein Lizenzierungssystem einführen, das in vielen europäischen Ländern wie Schweden eingeführt wurde, das seit 2019 Online-Glücksspielunternehmen eine Steuer von 18 Prozent auferlegt.
Der Gesamtanteil von Veikkaus am digitalen Glücksspielmarkt sei in der ersten Jahreshälfte 2022 auf 50 Prozent gesunken, räumte Velipekka Nummikoski, der geschäftsführende Vizepräsident des Unternehmens, in einem Interview mit YLE ein.